Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
3-4
Einzelbild herunterladen
 

warm,als es nur erleidlich, gewickelt wird. Erhat sonst ein so hartes und zähes Lebe», da,?er auch ausser seinem ordentlichen Wasser aufetliche Tage und Wochen sich erhält, zumahlwenn der Wind von Norde» oder von Mitter-nacht gehet. Man muß ihm aber doch darbeyzu Hülste komme», und in das Gefäß-, darin-nen er befindlich, etwas Erve thun, auchüber das Wasser breitblartericht Gras oderSchilff streue». Gleichwie aber alle Fischedas Salk nicht wohl vertragen können, sostirbt doch der Aal, der sonst das allerzäheste Le-ben hat, am allerersten davon. Ja man ka» dieAale weit und breit lebendig herum führen,und wenn sie auch in Glücken zerschnitte» wer-den, so spüret man doch noch ein Lebe» undBewegung in denen zerstückten Theilen. Obnun wohl die Aale gemeiniglich unter dieia-v-5, das ist. unter die alattenZische, somitkeinen Schuppen bedecket sind, gezahlet wer-den. so hat nn<n doch mit Hülste derVergrös-ftrunas-Gläser gefunden, daß dieselbe» ebenso wohl eine schuppichte Haut haben, als an-dere Fische, welches man aber mit blossen Au-gen nicht so genau sehen kan- Sie siud^imSommer, sonderlich aber, wenn es geschwuligist, oder Donner-Wetter seyn, da sie sich zu-sammen ringeln, und gleich als todt mit deinWasser davon treiben, gar leicht und in gros-ser Menge zu bekommen: Nur ist dabey zu beob-achten, daß man ihnen nicht im neuen Mon-den auspasse: Denn um diese Zeit pflegt keinAal zu gehen, und wenn es auch noch so sehrdonnerte- So werden sie auch, wann sielauffen, (dieses Heisset bey denen piicibu-ovi-pari-, oder denen mit Rogen versehenen Fi-schen Laichen oder Streichen) sehrstarck, nem-I,ch im Oecober, in denen Reusse» undWehr-körbc» gefangen. Wer ihrer viele in denenNeusten fangen will, thue etwas Quecksilbermit einem oder etlichen kleinen Stücklein vonfaule»! und bey derNacht scheinendemHoWe inein kleines Glas, vermache dasselbe feste mitWachs undHark, und hange es mitten in dieNeusten: Nehme hernach alt Schmeer undwilde Müni-e, röste beydes mit einander ineiner Pfanne, binde es i» ein dünnes Tüchlein,und thue es in eben solche Neusten, welchenachgehends, wo viel Moos ist, geleget, nndalso über Nacht darinnen gelassen werden.Wer der ordentlichen und gemeinen Angeln,oder auch derNacht- oder Leg Angeln sichbeymAalfang bedienen will, darff nur kleine Weiß-oder a»dere Fischlein, oder aber Regen-Wür-mer an die Angel» stecken; und bey der erstenArt, nemlich bey den ordentlichen Angeln,um die Anqel-Schnure «»Vüschlein Binsen,welche im Wasser wachsen, binden, da danndieselben unter dem Wasser einen Schatten,als wie Moos oder Gesträuch «eben, welchesdie Aale sehr liebe», hinzuschwimmen, undbey Wegfischung des Geäses sich fangen nnd be-hängen bleibe». Die Aale werden auch fernerniitAalgabeln, oder Tttstacheln und Erchn,gefangen, wovon behörigerOrt«,«» mehrers,DerNuken undGebrauch dieses Fijches bestehethauptsächlich dämme», dax erzm'Speüeaui-

behalte» und zugerichtet wird, wie ernennentweder frisch gebraucht, oder einaesake»,mirmnt und geräuchert gar wohl geschmMzu verspeise» ist. Er halt sich nicht gut in Fisch-Haltern und schickt sich nicht zu zahmen^scheu, er will siiessendes und reines Wasser Hz-den. In der Oder von Gchwed bis Grell», I , -wird er häufig gefangen und vom April bisZm. I 'ist er am besten. Man treibt sonderlich mit den !'einacsUuenen oder ,>»iin>rcc» und gernucber- lten Aalen grosse» Handel in einigen See- -Stadren, wo sie in Menge zu ssiden, und ss!>die Stadt Aalburg in )ütl>ms daher ihr« Be- ''nennung bsi'ommen habe». E'laüet sich dem-nach der Aal backe», brate» kochen, >reu, räncher» und sieden, welches allhier nochnebst der übrige» Zurichtung beschrieben wer-den soll, wen» als zu einer Vorbereitung erin-' >.nert worden, daß der Aal von einig«! bald mitder Haut, die sie vor das delieateste hatten,bald ohne dieselbe gegessen und zugerichtet ^wird. Wer nun diese nicht abziehen will, reib!, '>>de» Fisch nur mit heisser Asche oder Saltz, und ! ^brühet ihn Mit heiffem Wasser, darinnen er l 'hernach wieder abgewasche» und darauf rein ' ,ge»iachet, das ist, der Bauch aufgeschnitten, 7das Eingeweide herausgenoninien, i» rei»Wasser gelegt nnd ausgewaschen, der Ksvff !und Schwan« aber weggeschmissen wird. Ae-1 ^het man ihm aberdieHautab, wirdermiiei- , -»im starcken eisernen Nagel durch den Äopss lfest genagelt, alsdenn thut ma» rings um den ^Hals ei»e» Schnitt durch die Haut, »imnit > ,.Saltz i» die Hände und streisset dieselbe, ml- - "7che alsdenn gar leicht abgehet, herunter.

Einen Aal backen in einer Pfannen: Eswird solcher, wenn er zuförderst zurechtge-macht, wie andere Fische, die man zu backe« 'psteget, i» Grieß oder Mehl etliche mahl um-gewandt, und dessen Stücken IN einer Pfannech der Butter gepragelt, so lange bis sie gnuzausgebacken uud schön Gold-gelb seyn; Oderma» lässet ihn in eine Pastete eingeschlagen, >mit derselbe» in dem Back-Ofen backen,welchesalso geschiehet - Schneidet ihn in Srücke, legtihn in Kessel, giesset siedend Wasser drauf, undbrühet ihu wieder wie die Schleyen oder Neun- . .Augen. Nehmet ihn soden» heraus, legt ihn 'auf eine» Teiler, daß er trockne. Wenn mminzwischen auf einem andern Teller klein ge- ^schnitteiie Citronen - Schalen, etwas Musca-ten-Blüihen, Ingwer und weisser Pfeffer nmein paar gehackten Zueilen ordentlich untereinander gemenget, und eine Pastete von mür-bem Teige zubereitet ist, legt man unten aus 5das Blat etliche Lorbeer-Blätter, einige Stu-icke Butter, etwas von nnrerwekntem Gewmund endiich den Aal selbst, über welchen Mübrigen Gewürtze und übermahlen Schmal? 'oder Butter gethan, und die Pastete bedecket !»den Back Ofen geseket wird. So bald sie be.mnet braun zu werden, nimmt man ei» spWHolk oder einen kleinen Bratspieß, sticht vl« ^ ,ei» Loch hinein, welches gelüfftet heilst, E.inachet die zurechte. Es wird neniWei» Stückgcn Aal in Butter gerostet, h«n'in, Mörstr mit ein wenig Semmel, ftm

Bupl