Vorrede.
fen kennen, wenn sie nur wollen. Die Art und Weise ist schon vor eines jede»Fähigkeit im vorigen angezeiget, und dabey haben sie die Beqvemlichkeit, daß sienicht viel Bücher kaufen und lesen dürfen. Ja eben dieses hat man durch diesesBuch und seine maßige Grosse in Ansehung der Unbemittelten zum Endzweck ge-habt. Denn diese können vor ein geringes Geld an einem eintzigen Buche sodiel als an 200 Büchern haben. Und weil man weiß, daß es sonderlich auchgeringe Land-Leute kaufen und suchen, diese aber am meisten mit vielen sündli- !chen lappischen Aberglauben in der Wirtschafft eingenommen sind, und davonregieret werden, ja von der Policey die unrichtigsten Begriffe haben >- so hat mansich insonderheit auch bemühet, nicht nur diese immer zu berühren, ja so gar dieunentbehrlichsten Nachrichten vor einen Landwirt von rechtlichen Dingen, son-dern auch den wirtschafftlichen Aberglauben seiner Falschheit, Sündlichkeit undThorheit nach bey aller Gelegenheit aufzudecken. Wie ich denn hoffe, daß in-sonderheit verstandigen und christlichen Wirten in diesem Stück viele ksalia ge-fallen werden, die ich nebst vielen andern, dahin insonderheit auch die vollstän-dige Nachricht von Haus-Mitteln vor Menschen und Vieh gehöret, eingestreuethabe. Ich will endlich nicht gedenken, wie nützlich ein solches completes Buchaufder Reise in Ansehung der Wirtschafft, um die Erkanntniß zu erweitern, odersich selbst bey allerhand Fallen zu helfen, statt einer Reise-Bibliotheck seyn könne.Denn alles dieses wird man viel besser verstehen, wenn man offtgemeldetesLcliema durchzugehen beliebet. Die vorgenommene Kürtze einer Vorrede er-laubet mir nicht ein mehreres anzuführen. Ich empfehle vielmehr den hochge-ehrtesten und geneigten Leser zum Beschluß der göttlichen Gnaden-Obhut, bittemeine Fehler zu übersehen, und mir gewogen zu verbleiben.
Geschriebentu Leipzig den 27 Julii
v. George Heinrich Zitlcke.
I ^
Ber-l>