Vorrede.
theile halten die lebendige Wirkung und den Gebrauch der Mittel, die zu diesemv ^ Sruäiv dienen, auf. Eines der gemeinsten ist auch dieses, daß die meisten jun-i-eute dafür halten, es sey um die Wirtschafft eine gar leichte Sache, die sichvon felbstcn gebe. Mein ebm diefe geben ihren elenden, verwirrten lind unvoll-sandigen Begriff, ja so gar dieses zu erkennen, daß sie auch nicht einmahl eine/ historische Nachricht davon haben.
'^kir h. 9. und eben dieses führet mich auf einen noch andern Fehler, der andiesem Schuld ist. Nemlich es wird in denen bey uns eingeführten niedern» Schulen gar nicht getrachtet, denen jungen Leuten auch nur einen sinnlichen und^ H historischen Begriff von wirtschafftlichen Dingen beyzubringen. Ich nehmewenig Schulen aus. Eigene oconomische Schul-Anstalten haben wir auch nicht,und es fehlet endlich auch an Leuten, die zum Unterricht darinne gebraucht wer-Mezz den konnten. Wohlan! allen diesen wird dieses Lexicon auch ins besondere gute«dchn- Dicnstethun, indem man solches ohne viele Mühe und ohne viel in der Wirt-schafft gethan zu haben, brauchen kann, denen jungen Leuten auf Schulen, jattMi, dem jungen Frauenzimmer selbst einen historischen Begriff von allen wirtschafft-lichenDingen beyzubringen, und also zugleich denen Leuten zu zeigen, was vorchehM eineweitläuffcige und schwere Sache es sey, auf verschiedene Weise mit derWirt-U. schafft zu thun zu haben, um darinnen Gott, seinem Nächsten, sich selbst, gan-tzen Landern, Städten, Dörfern und Familien rechtschaffen zu dienen. DennMU jch bin versichert, wer nur ein wenig hinein siehet, wird obgemeldete Einbildung,abM daß die Wirtschafft so leichte sey, fahren lassen. Wer aber.nur nach offt ge-Mich dachtem kleinen Abriß, das Buch aufschlagen und lesen will, der wird noch bes-iiv» ser überzeuget werden, wie irrig seine Einbildung sey. Und eben dieses Auf-iiikoi« schlagen kann unter der Anführung eines in der Wirtfchafft sonst unwissendennildem Lehrers, oder einer solchen Lehrerinn von der Jugend mit vieler Ergotzung gesche«»Kwck hen, wenn man sie die Anickel nach einander laut her lesen lässet, sie zugleichMch> im Lese» übet, durch die Abwechselung so vieler angenehmen Dinge vergnüget,heM nachmals aber aus dem gelesenen allerhand Fragen und viscouiss anstellet, jaMB wohl gar die Sache selbst sinnlich im Hause, aufdem Felde, im Walde zc. zeiget,ly M Sollten nicht aufdiese Weise der Jugend auf eine angenehme und leichte Art diearilinii! ersten Begriffe von der Wirtschafft beygebracht, ihre Wichtigkeit erkennet, undMhlff stc endlich zubereitet und gereitzet werden, mit der Zeit nach ihren Absichten eineMdjs gründliche und scharfsinnige Erkänntniß, welche sonderlich zuWirtschaffts-Poli-HnuB cey-Cammer-undKnanz-Aemtern nothig ist, auf hohen Schulen zn lernen ?^ bB §- 1 o. Endlich so ist dieses Buch insonderheit auch vor solche Leute sehrdienlich, welche zwar Wirte heissen und seyn wollen, und doch in der dicksten Un-arauf^ wissenheit, Ungeschicklichkeit und Finsterniß, ja bey dein allen auch, was sie noch^'isen, in allerhand abergläubischen Meynungen bey der Wirtschafft stecken.'' xjc Solche Leute sind nun offters eben auf die Weife, wie im vorigen §. berühret,entweder durch ihre Schuld oder durch andere, welche Meister ihres Vornehmensgewesen, versäumet, und haben doch offters das grosse Unglück, entweder vorlikt? sich selbst Wirtsebafftcn zu führen, oder doch führen zu lassen, oder vor andere zu' Mi» führen. Jch will nicht wiederholen, wie sich diese durch dieses Lexicon noch hel-" .U fen