Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
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Vorrede.

die vielleicht glauben noch mehr zu wissen, ja wircklich wissen, als ihnen diesesBuch sagen mochte. Ich halte aber dennoch dafür, daß ihnen die Bescheiden,heit, die grosse Weite der Occonomie,die entsetzliche Menge vieler Particularitä-ten und das hinfallige Gedächtniß der Menschen vielleicht Bewegungs-Gründezeigen werden, auch dieses Mittel mit Vergnügen und grosser Beqvemlichkeit zubrauchen und diesen wichtigen Nutzen eines öconomischen Real-Lexici, wie ich oben i>'schon erwehnet habe, mitzunehmen. Hiernachst finden sich verschiedene junge >:Anfanger von Wirten, oder gar von solchen, die sich erst auf die Oeconomie, ie- ^doch nur praktisch legen wollen. Denenselben würde ich rathen, nicht sogleich j>!zum Aufschlagen unmittelbar zu schreiten, ehe sie einiger Massen die vielen Din- xge, so die Wirtschafft in sich begreifst, auch nur ausser der Ordnung und bloß hi- j!istorisch übersehen haben: Und eben diese werden meines Erachtens wohl thun, , !wenn sie erst das gantze Lexicon vom Anfang bis zum Ende durchlauffen, und !sonderlich die Haupt-Artickel, bey denen man sich sonderlich aufgehalten hat, be- ktrachten, vornehmlich aber aufdiejenigen Achtung haben, die zu ihrer Wirthschafft «gehören, darauf sie sich besonders legen. Denn sie werden dadurch die Kosten stund Mühe ersparen, zwantzig bis dreyßig andere allgemeine und besondere wirt-schafftliche Schrifften zn kauffen und zu lesen, weil sie hier alles nöthige und nütz-liche in einem Auszug, zugleich aber allerhand Anmerckungen zur klugen Wahlund zum Gebrauch vieler und verschiedener Vortheile, die zu einerley Zweck vor-geschlagen werden, finden. Und auf diese Weift können so wohl Gelehrte alsUugelehrte, wenn sie dieWirtschafft zu studiren anfangen, verfahren. Allein sowohl denen ersten, als denen andern, wird hieraufgantz ungemein zu statten kom-men, wenn sie sich des unter dem Artickel: XVirtschafft/ befindlichen Abrisses dergantzen Wirrschafft bedienen. Denn sie werden nicht allein die vielen gelesenenund zerstreueten Artickel unter ihre mehr oder weniger generalen Ideen und Clas-sen derer Gedancken bringen, durch die darinne nach der Subordination dererIdeen, und nach dem reellen Zusammenhang der gantzen Wissenschafft vorgestellteZergliederung aber in Stand kommen, dieselbe auch ordentlich und zusammenhan-gend aus diesem Buche zu lernen, wenn sie nicht nur dadurch in dieser Sachenachzudencken, und die vielen Materien zu überdencken lernen, sondern auch beydem langsamen Durchgehen dieser Tabelle oder dieses Sckem-ms die Artickel indieser Ordnung aufschlagen, und die Erklärungen, die wettern Eintheilungen,und Zergliederungen, die Regeln, Maximen und besondern Vortheile aufgezeich-net finden, dadurch aber alles in dem gantzen Gebäude an seinen Ort bringenkönnen. Ja durch dieses Mittel wird man auch viele Dinge, die man sonst nichtso fort finden kann, weil man sie nicht am rechten Ort suchet, oderMeil sie wirck-lich wegen vieler Ursachen hier und da, wo es sich ausser dem rechten Ort geschi-cket hat, eingeschaltet worden, hernach im Aufschlagen viel leichter finden können,das Buch aber nicht so fort beschuldigen, als ob nichts davon darinne sey. Wie-wohl hierbey noch dieses zu erinnern, daß man sonderlich den hoch-deutschen . ^l'eiminnm im Aussuchen treffen müsse, ob man gleich auch andere Nenn-Wör> ^ter, ja so gar Nieder-Sachsische, so viel möglich, mitgenommen, dieund Iiomouvma aber sehr, vermehret, oder doch deutlicher gemacht hat.

Man