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Schlesischc Tischkarte bei dem Stiftungsfest desRiesengebirgsvereins, Ortsgruppe Leipzig 1902.
Zuirschte anne Briehe oomUcksen, wu er am längsten ihs,drinne ihs ärndt nischte nich. Hernachert Karpe ei pulscherTunke, aber den han ber nich, daderfür Schleie miet Putter-tuuke und Kartufseln. Dadrnfs a Brinkel Rückenfleesch vnmHamburger Mastkalbe, miet allerhand Gemansche aus einGarten. A Brinkel Ente gepruzelt, ader kaum kunfermirt, daderbeine wiel se schund Vier-Länder bereest han, ach du meinesnee neee! Whas sießes neigemachtes kriegen Se derzune un ohSillate. Nun han ber blussich noch anne Schlitterbahne nhsmTeller, e genennes Nus-Eis, dee tälschen Kerle, ne ader a suwahs! Jtze zieht a Watschker, nu heest's berappen. Hernachertricken se irschte a Quarg raus, ohne ader Niehrdelzwiebeln, sunrichtigen alen »Landbriesträger«, dän de schund am Siegesdenkmalnchst; na, bis ack milde, schmecken tutt a. Un nu Mahlzeit,Mahlzeit, meine Herrschaften! Nischte fer ungut!
Alemannische Tischkarte zum »Fcscht-Essc« desDeutschen Müllerbundes bei seinem 31. Berbandstage
in Freiburg i. B. 1903.
Leitspruch: Hoch Mühlirad! Hoch Wasserreecht!
E Esse, e guets, isch au uit schleecht.
Was m'r usdischc:
Ihr Müllermaischder un Fraue mitnand,
Jetzt nemme z'erscht d'r Löff'l in d'Hand.
's git Künniginsuppa; i will hoffe,
Daß m'r e guedi Wahl Heu tröffe.
Hütt würd nit knickert un nit g'spart:
Rhisalme git's ns HolländerartUn Salz-Erdöpfili d'rzue.
Druf los, ihr Lütt; m'r hen jo g'nne.
E Ochfebrodis mit G'müesli drum rumIsch au nit dumm.