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Gereimte Speisekarte bei der Sitzung
des Brandenburger Städtetags in Nathcnow 183S.
Der Rathenoiver Speisezettel
Geht nicht ins Ausland auf den Bettel,
Wlr sind hier Deutsche voll und ganz,
Drum heißt es Suppe von Ochsenschwanz
Und Rindfleisch in einer Kaperubrühe,
Das liest und versteht sich ohne Mühe.
Hierauf ein rechtes Herrcnsutter
Etn Zander in zerlassner Butter,
Kein gisch vou den Weirhergercisten;
Wir können uns das selber leisten.
Und ist uns mal nach Zandern weh',
So greise» wir in den Wolzensee.
Dann Schoten mit Wiirktchen ohne Trichinen,
Wir können mit dem Schauschein dienen;
Für Zweifler, die sich gar nicht geben,
Noch Spargel mit Zunge uud Lachs daneben,
Nehbralen jetzt; die märk'sche Heide
Ist ja fürs Wild die beste Weide,
Nnr fragt nicht, wo der Bock geschossen —
Jiigers!kUte sind leicht Verdi ossen
Und möge» in ihrem bewegten Leben
Nicht über alles AuSIimst geben.
Zum Braten Salat uud Eingemachtes,
Das Ist einmal Althergebrachtes,
Nun Erdbeerspeiie nicht btoß zur Betrachtung
Im Mouat September — alle Achtung!
Butter und Käse, — wer noch nicht zufrieden,
Dein ist auch Allerlei Naschiver! beMeden.
So laugt frisch zu; denkt nicht der Zahlzeit,
Ihr H-rren vom Städtetage: Mahlzeit!
VI.
Verdeutschung der in der Küche und im Gajthofswesengebräuchlichen entbehrlichen Fremdwörter.
s zu, für, je; s pfunll das Pfnnd, s 1 lllark zu 1 Mark, ä Person
jede Person, die Peison.ksl in Lelee Sulzaal, gesulzter Aal.
Abonnement feste Abnahme, Vorbestellung, Vorkauf, Bezug,im Abonnement in (bei> fester Abnahme, für Stammgäste, fürregelmäßige Tischgäste.kbonnementbi»st Dutzendkarte, Dutzeudmarke, Dauerkarte, Zeit-karte.