Den Rückgrad von eim Hamel/am Spiesse gebrähten undnach der Zerlegung mit Gemues umbschlossen.
Eine zermalmuug von Endten / in scharfer Hitze auffgetrieben.
Große See-Krebße / in ihren guntzen Cörpern vorgetragen/mit ein Büschleyn Petrofilie ausgeziehret.
Danach ein Königlich gericht Repp-Hünner / in breitt ge-schnittenem Speck gewunden und gedünstet / dabey Apffel-Mueßod. Römische Salate.
Erd-Schwämme mit ein Gefülsel / gut zu behalten.
Gesrohrener Auflieger / dazu Backwerck in ziehrlicher Formb.
Käß-gebackels in einer schonen gelbligten Farbe.
Kostbahr Obß nach der Jahrs - zeitt / nnd zur Beschliessungein meysterlich gemodelt Bildnuß der Warttburgk auff Marzepangefestigt.
Küchenzettel bei einer »Tagsatzung« des Vereins fürThüringische Geschichte und Altertumskundein Eiscnach.
Landgrafensuppe, schon am Hofe Hermanns I. sehr beliebt.Blau gesottene Forellen, aus des Urgebirgs krystallnem Quell,der Altertumskunde wohlbekannt; dazu Butter der Neuzeit, frischvom heutigen Tage. Ein Rostbraten von Ochfenrippe, stolz aus-staffieret mit allerlei Gemüs, eingemacht und gebacken, nachKüchenart der Herzogin Sophia von Brabant. Von welschenHahnen eine kostliche Speis', wie Graf Ernst von Gleichen sie inWelschland entdeckt. Ein Rücken vom Rehwildpret der Geschlechts-nachfolge des Wildstandes Ludwigs des Eisernen. SothanenBraten geleiten süße Früchte, würzige Salate nnd, in besonderemAufzuge, in feine Krusten gehüllte Erbsen; Lieblingsgerichte vomtugendhaften Schreiber. Ein lieblich Schanmgericht nach RussischerWeis'; Süßes aller Art, kunstvoll ausgebaut; Frisch gereifte Früchteaus Thüringens goldnen Auen, sehr verlockend, schon von Evavon Buttler erprobt. Die Schlußwürze des Mahles: Einfach er-quickende Gabe im Gedanken der frommen Elisabeth: Schwarz-brod mit Butter und Käse.