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Ein gutes Wort findet meist auch eine gute Statt. Unserrühriger Zweigverein Wiesbaden wandte sich an das bekannteSchanmweinhaus HenckellkKo. in Mainz mit der Bitte, aufden von ihm herausgegebenen und an die Wirte verteilten Speise-karten-Vordrucken das Fremdwort Norm durch einen deutschenAusdruck zu ersetzen. Bald darauf kam die Antwort, daß inZukunft »Speisenfolge« oder »Tischkarte- aufgedruckt werden solle(Zeitschrift 1907, 26). Dasselbe Entgegenkommen zeigte dieHochseefischerei-Gesellschaft in Geestemünde, die gleich-falls Älsrm durch Speisefolge ersetzte (Zeitschrist 1909, 34V).Ein Mitglied unseres Vereins, Oberst S,, fand 1908 in demersten Gasthof Stuttgarts, dem Hotel Marguardt, eine ganzfranzösische Speisekarte. Er richtete unter Übersendung unseresVerdeutschungsbuches an den Besitzer die Bitte, deutsche Speisc-uamen einzuführen, und fand im nächsten Jahre zu seiner Freuderein deutsche Tischkarten (Zeitschrift 1909, 44). Ein anderesMitglied beschwerte sich an amtlicher Stelle darüber, daß eineBahnhofswirtschaft Zettel mit folgender Mitteilung in dem Eifen-bahnzuge verteilen ließ: »vinsis », ^ 1,öO werden in die Oonpssgereicht«. (Bekanntlich sind die Bahnhofswirtschaften angewiesen,deutsche Ausdrücke zu gebrauchen.) Die Eisenbahndirektion danktefür diese Anregung und erklärte: »Wir werden dafür sorgen, daßder Gebrauch von Fremdwörtern im Bahnhofswirtfchaftsbetriebvermieden wird« (Zeitschrift 1909, 171).
Auch die Presse kann für diesen Zweck mit Nutzen verwendetwerden, wie ein lehrreicher Vorgang in Bonn beweist. Dorthatte sich ein Gasthossbesitzer den kerndeutschen Vater Arndt alsAushängeschild erkoren, trotzdem aber an der Vorderseite seinesHauses die Ausschrift anbringen lassen: »IlötsI-Restaurant: Vater^.rnät. Pension.« Dies wurde von einem Studenten in demSprechsaal einer dortigen Zeitung gerügt. Es erfolgten mehrereEntgegnungen, unter anderen von einer Französin, die für dieSchönheit ihrer Muttersprache eintreten zu müssen glaubte, auchvon einem Wirte, der die Fremdwörter in Schutz nahm, währenddagegen zahlreiche andere Einsendungen, namentlich von Stu-denten, mit aller Kraft die Rechte der Muttersprache verfochten.