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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Liber valoris.

Decania Wormbeke.

Erläuterungen.

DasDecanatWormbach lag an den Quellen derLenne, ost-wärts durch den sogenannten Astberg von Meschede getrennt.Seine südöstliche Grenze (confinis Hasiae) berührte die Erz-diöcese Trier, während es sonst nach allen Seiten vomDecanat Meschede umklammert war.

1. Wormbeke. Der Ort, welcher seinen Namen vondem kleinen Flüsschen trägt, an dem er liegt, ist von hohemAlter, denn sowohl in der Schenkungsurkunde des ErzbischofsAnno wie in der Bestätigungsurkunde Erzbischofs Friedrichan das Kloster Grafschaft kommt schon die ecclesia inWorunbach vor (1072 u. 1130). (S. U. I. 30 u. 50.) EinHenricus decanus in Worbeche tritt als Zeuge in einer Ur-kunde von 1261 auf. Im allgemeinen fliessen die histori-schen Quellen über Wormbach äusserst spärlich. Der Ortlag zu abgelegen, inmitten eines rauhen, unwirthlichen Wald-striches; dadurch trat er nur wenig in Berührung mit derAussenwelt, noch mehr mochte aber dazu die Bedeutungdes Klosters Grafschaft beigetragen haben, um welches sichalle Interessen der einsamen Gegend bewegten.

2. Smalinburg, Schmallenberg. Abgesehen vonein paar Urkunden, in denen einmal ein decanus in Smalen-berc als gleichzeitiger Zeuge mit dem ebengenannten de-canus Heinricus in Worbecke, ein andermal 1299 des ple-banus Andreas de Smalenborg auftritt, existiren kaum irgendwelche historischen Notizen, die Licht über die dortigenkirchlichen Verhältnisse verbreiten.

3. Yflepe et Roirbeke, Ilpe und Rahrbach. Yflepe,Lene, Overhundere, Overenkirchen etc. kommen schon 1368neben Raerbecke als selbständige Pfarreien in der Ver-kaufsurkunde der Grafchaft Arnsberg vor; während zur Zeitder Abfassung des Lib. val. es heisst: iste due capelle.

i. Bodenvelde, das heutige Bödefeld, war schonseit Annos Zeiten Eigenthum von Gratschaft.

5. Negere. Die um die Quelle der Neger herumliegenden Marken Romeke, Bölinghausen und Remling-