IX. Die Gestaltung der Grenzen.
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Landdechanten und ermahnte sie, auf die Reinheit derLehre und Sitten besser zu wachen, die sich einschleichen-den Irrlehren der Beggarden mit allem Ernste zu ver-drängen etc. etc. Siehe Tom. IV. Concil. German fol. 436.
IX. Die Gestaltung der Grenzen.
Man ist geneigt, in der südlichen Grenze der KölnischenDiö'cese die alte Grenzlinie zwischen Germania prima undsecunda zu sehen. Wäre dies so ganz ausgemacht, dannmüsste Köln gegen Süden nicht an Trier, sondern an Mainzgrenzen; denn so wie Agrippina die Metropolis Germaniaesecundae, so war Moguntiacum die Metropolis Germaniaeprimae. Trier, (Augusta Trevirorum) gehörte nicht einmalzu Germania, sondern zu Belgica und war die MetropolisBelgicae secundae. Wir müssen also annehmen, dass diesüdlichen Bewohner der Kölner Diöcese von Trier aus mitdem Christenthum bekannt wurden, wenn wir nicht voraus-setzen wollen, dass in der Diöcesaneintheilung mehr dieethnographischen Verhältnisse als die vorhandenen römischenVerwaltungsbezirke berücksichtigt wurden. Demnach müsstedie südliche Grenze des Kölner Sprengeis mit der Liniezusammenfallen, die Ubier und Trevirer von einanderscheidet. Denkbar wäre aber auch, dass jener zwischender Ahr und der südlichen Grenze der Erzdiöcese gelegeneLandstrich ursprünglich zu Germania prima gehört hätteund nur deshalb in den Bereich der Erzdiöcese gekommenwäre, weil seine Christianisirung von Köln oder Bonn ausbetrieben war. Eine andere Möglichkeit wäre, dass dieGrenze erst in fränkischer Zeit aus der des Ahr- undMaiengaus hervorgegangen wäre
Das Siebengebirge war ein der deutschen Nationwürdiger Grenzstein zwischen dem Herzogthum der Ripuarierund dem der Ostfranken. Zu letzterem gehörte hier derLahngau (Logangoue Chron. gottwic). Weiter gegen Ostentrennte ein Arm des westphälischen Gebirges die altenSachsen von den Hessen. Hiernach bildete sich also diesüdöstliche Grenze.
Es ist auffallend, dass die Grenze in Südwest sich soweit nach Süden hinaufzieht und fast die Mosel erreicht,
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