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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
Entstehung
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Von den Verfassern des vorliegenden Werkes hatteeiner (Mooren) das Glück, in der ersten Hälfte der zwan-ziger Jahre unter den Urkunden des Stiftes Xanten einenCodex aufzufinden, der dadurch besonders merkwürdigwar, dass in ihm ein vollständiges Verzeichniss aller Pfarr-kirchen der Kölner Erzdiöcese aus dem vierzehnten Jahr-hundert nach ihrer Eintheilung in Decanate enthalten war.Damit war eine sichere Grundlage für die kirchliche Geo-graphie der Erzdiöcese gewonnen. Ein derartiges Ver-zeichniss wurde bis dahin vermisst. Harzheim liefert aller-dings ein solches in seiner Bibliotheca Coloniensis unterdem Namen Chorographia aus den Handschriften Crom-bachs, allein es ist nicht nur voller Fehler, sondern auchdadurch äuserst mangelhaft, dass ganze Decanate fehlen.Aus dem Codex ist der Beweis zu liefern, dass fast allePfarrkirchen des 14. Jahrhunderts, wenige ausgenommen,schon zu den Zeiten Carls des Grossen bestanden haben.Da auch die nämliche Eintheilung der Pfarreien vorhandenwar, so wird damit die äussere und innere Begrenzungdes Sprengeis genau ermittelt.

Seiner Bestimmung nach ist dieser Codex ein Libervaloris oder census oder decimarum, d. h. ein Verzeichnissdes angeblichen Ertrags der Einkünfte einer jeden kirch-lichen Würde, eines jeden kirchlichen Amtes, jeder Pfarr-kirche, jeder Kapelle nebst der Berechnung des zehntenTheils dieses Ertrags. Die starke Decimation, welchenamentlich im Trier'schen und Kölnischen eine besondershohe war, scheint durch die frühesten Türkenkriege ver-anlasst zu sein.

Der Abt Tritheim erzählt in dem Chronic. Hirsaug.ad ann. 1344. His temporibus Clemens Papa VI. missisin Germaniam legatis commune Passagium contra infidelesTurcos praedicari fecit, promittens in subventionem pere-grinorum de bonis suis ad cistas in ecclesiis ad hoc publiceordinatas contribuentibus, non solum consuetas indulgentias,sed etiam quaedam insolita, ita ut eis qui sua imposuissent,