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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.
Die ältesten urkundlichen Nachrichten, die wir vonden alten Pfarrkirchen haben, melden nichts von ihrerEntstehung; sie setzen vielmehr ihr Dasein voraus.
Von den Stifts- und Klosterkirchen wird an ihremOrte die Eede sein. Man merke nur, dass der Libervaloris von den Cisterzienser Abteien keine Meldung thut,weil sie von Entrichtung der Zehnten frei waren. (SieheVan Espen Jur. eccles. univ. Tom I. Part. II. Tit. 35 etc.)
Die einzige zuverlässige Nachricht von der erstenEinweihung einer Pfarrkirche, unter denen die im Libervaloris vorkommen, haben wir von der Kirche zu Bynenaus einer Inschrift vom Jahre 900.
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VII. Die Bildung der Archidiaconate.*)
Die Verhandlungen der ältesten deutschen National-concilien (Harzheim Conc. Germ. I. p. 48 et pag. 126)lassen keinen Zweifel darüber bestehen, dass in jenenZeiten der Verkehr der einzelnen Pfarrer mit den Bischöfensich ohne die Vermittelung irgend einer geistlichen Zwischen-behörde vollzog. Die Pfarrer hatten alljährlich um dieFastenzeit dem Bischof Rechenschaft über den Stand derkirchlichen Angelegenheiten in ihren Gemeinden zu gebenund den Bischöfen war schon 769 ausdrücklich vorge-schrieben, Jahr aus Jahr ein ihre Sprengel zu visitirenGanz abgesehen von jenen Schwierigkeiten, die aus derungeheuren Ausdehnung der Diöcesen und aus der mitder zunehmenden Entwickelung der kirchlichen Institutionensich häufenden Arbeiten für die Bischöfe erwuchsen, wur-den diese auch häufig von den fränkischen Königen an dasHoflager berufen oder mit Gesandtschaften betraut, die sienothwendig ihrer kirchlichen Wirksamkeit bald für kürzere,bald für längere Zeit entziehen mussten. Cunibert leitetedie Staatsgeschäfte des Königs Dagobert und unter denKarolingern waren Hildebald und seine Nachfolger meistensArchicapellani oder Archicancellarii. Für Hildebald hatteKarl selbst ein päpstliches Indult nachgesucht. Dixit enimdominus Rex in eadem Synodo, se a sede Apostolica, id
*) Vergl. die Monographie von J. Mooren „Das Dortmunder Archi-diaconat 1S53."