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Liber valoris.
Decania Meschedensis.
14. — Odichke, Oedingen. Aus dem Umstände, dassdie Pfarrkirche den h. Burchard als Patron hat, glaubtman schliessen zu dürfen, dass das Christenthum in diedortige Gegend von Würzburg aus verbreitet wurde. Seitdem Jahre 1000 bestand dort ein Nonnenkloster. AufBitten der Aebtissin Gerberge befreite Erzbischof Anno dender Kirche gehörenden Hof Witenhusen von der Zehntpflicht.
Anno archiepiscopus curiam Witenchusen eccl. Odin-gen pertinentem in pago Sosaciensi jacentem ab omni juredecimali absolvi ut in festo s. Jac. ann. III. solidi villico deGrening persolvantur — Geribergs abb. VIII jugera interSualenbrucgen et Grenig jacentia domui suae Witenchusen sub-traxit et Grening adjunxit . . . 1068 30. juli. (S. U. I. 29.)
Das Kloster wurde wegen mangelnder Lebensfähigkeitdurch Erzbischof Hermann 1533 aufgehoben. Das Crom-bach'sche Verzeichniss bei Harzheim sagt Seite 19: jacetin monte, coenobium fuit virginum. Unter diesem standendie Kapellen zu Lethmate und Bremschede.
15. — Hundene, Kirchhunden,ausgedehnt, die Kirche uralt.
Die Pfarre ist sehr
16. — Veske, Kirchveischede, weil am Berg Veischedegelegen mit sehr alter Kirche.
17. — Rurbeke, Rahrbach, an der Rahr liegend.Der Umstand, dass der h. Dionysius dort Kirchenpatronwar, lässt Kampschulte schliessen, dass das Christenthumfrühzeitig durch fränkische Einwirkung vom Maine herhier Boden gewonnen hat.
18. — Velmete an der Volme. Hier hatte Grafschaftdas Patronat, wie aus der Stiftungsurkunde, in der derOrt als Falmedo angeführt ist, hervorgeht.
Urk. 1263 —■ test: Albertus plebanus in Velmedhevicem tunc gerens decani. . . Ecbertus in Remelinc-husen, Wenemarus inEsleve, Mathias in Mesthe, Florinusde Calle, Godefridus de Meschede plebani. (S.U. 1.329.)
Wenn, wie früher bereits hervorgehoben wurde, dieOstgrenze des Decanats mit der des Sprengeis nach Pader-born zu zusammenfiel, so erstreckte sich die politische