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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Süderland.

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die eximirte Abtei Weddinghausen nur von der DecaniaAngriae abgezweigt sein kann.

Das Westland reichte vom Salzbach bei Werl bis andie marca Francorum et Saxonuni, die westlich von Essendurch eine Linie gebildet wurde, welche von der Ruhrbis an die Emscher und vielleicht bis an die Lippereichte. Der Augenschein lehrt, dass dieser Landstrichfrüher nur eine kirchliche Einheit gebildet haben kann,aus der Essen und Wattenscheid durch Abzweigung her-vorgingen. Essen gewann seine Decanatsstellung durchdie Bedeutung des dortigen Stiftes und den Zehnten, dendieses zwischen Ruhr und Emscher besass. Die Watten-scheider Decania gestaltete sich in ihrer Begrenzung ohneZweifel auf dem Gebiete einer neben Dortmund be-stehenden Grafschaft, deren comes seinen Sitz entwederin Hohensiburg oder in Bochum gehabt hat.

Wenden wir uns dem Süderlande zu, dessen nordöst-licher Theil auf alten Karten den Namen pagus Hatterunträgt, während für den südlicheren Theil sich keine Col-lectivbenennung vorfindet, so haben wir hier das grosseDecanat von Attendara (Attendorn), dessen natürliche Fort-setzung das aus ihm hervorgegangene Decanat Lüdenscheidbildet. Offenbar haben die südlich von der Ruhr gelegenenPfarreien, die später zu Wattenscheid gehörten, einstensunter Lüdenscheid gelegen. Man will sogar in der hier-über gebrauchten Bezeichnung des Attenscheider Decanatseine Hindeutung auf die Zusammengehörigkeit dieser Land-striche in grauer Vorzeit erblicken. Wenn wir so genöthigtsind, die Bildung der verschiedenen Decanate aus dreigrossen Stammesbegrenzungen anzunehmen, so müssen wirin der Wahrnehmung, dass das Christenthum uns in diesenBildungen bereits als eine vollendete Thatsache entgegen-tritt, doch darüber vor allem Klarheit zu verschaffensuchen, wie das Christenthum in diese Landstriche ge-kommen ist.

Der Grund zur ersten Ausbreitung des Christenthumsim Herzen des Landes selbst scheint in Soest durch dieSchenkung der dortigen Höfe von Seiten des Königs Dago-bert an den heil. Cunibert gelegt zu sein, wenngleich vonLeibnitz berichtet wird, dass sächsische Gesandte die durchden Bischof Faro von Meaux dort getauft waren, die ersteKunde des Christenthums nach Sachsen gebracht hätten.Noch im 9. Jahrhundert sollen alte Gesänge existirt haben,

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