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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Liber valoris. Engergau.

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ihren Ansiedelungen in Amerika und Australien dieselbenBezeichnungen gegeben. Diese Bezeichnungsweise hat nunallerdings in die Geographie des alten Sachsenlandes vielDunkel gebracht, aber richtig benutzt vermag sie auchwieder viel Licht zu verbreiten. Unter anderm ergibt sichauch aus diesem Umstände die Bedeutung des NamensVest", der später auf einen Theil des Dortmunder Land-decanats mit der Hauptstadt Recklinghausen beschränktwurde, früher aber unzweifelhaft das Ganze bezeichnete.So viel als Festung kann er nicht besagen, weil er nichtdie Bezeichnung einer Stadt, sondern einer Gegend ist;Vest ist also nichts anderes als die westliche Gegend.Wir wollen aber nicht unerwähnt lassen, dass andereForscher in der Bezeichnung Vest einen Territorialbezirkoder einen Landstrich sehen, in dem eine gemeinsameRechtsordnung bestand. Es ist deshalb die Vermuthungaufgestellt, dass das Vest Recklinghausen in seiner Aus-dehnung in der ältesten Zeit einen boructrischen Untergaugebildet habe.

Wirft man den Blick auf eine chartographische Dar-stellung der Landdecanate des kölnischen Westphalen, soergeben sich von vornherein drei verschiedene Gruppen.Die erste zwischen Lippe und Ruhr gelegene wird durchEssen, Wattenscheid und Dortmund gebildet. Die zweitenordöstlich gelegene setzt sich aus Soest, Meschede, Mede-bach und Wormbach zusammen, während die dritte sichaus Attendorn und Lüdenscheid bildet. Betrachtet manvon Soest, dem Ausgangspunkt des Christenthums, in jenenLandestheilen das geographische Bild, so stellte Dortmundmit den früher zwischen Ruhr und Lippe gelegenen Deca-naten das West- und Attendorn mit Lüdenscheid dasSüderland dar, eine Bezeichnung, die von den Zeiten desheil. Bonifacius bis heute zu immer dieselbe geblieben ist.

In dem Decanat Soest war Soest die Hauptstadt derEngern. Die mittelalterlichen Schriftsteller nennen mitVorliebe das Decanat Meschede die Decania Angriae; dieim Wormbacher Decanat gelegene Abtei Grafschaft wirdalszwischen den Bergen Angriens" gelegen bezeichnet.Wenn uns auch jede historische Kunde darüber abging,dass die Pfarreien von Bilstein und Fredeburg in ältesterZeit unter der Jurisdiction des Decans von Meschedestanden, so zeigt uns doch die oberflächlichste Betrachtungder Karte, dass das Decanat Medebach ebenso wie später

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