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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Liber valoris.

auf den Namen der h. Apostel Petrus und Paulus geweiht,erhielt also zuerst Parochialrechte. Und indem nach undnach auch die zunächst wohnenden Bürger an dem Genüssederselben Theil nahmen, wurde sie für die sich bildendeneue Pfarrgemeinde zu klein und der Pfarrgottesdienstwurde in die St. Martins-Kirche verlegt.

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3135. Die zweite Pfarrkirche in diesem Verzeich-nisse ist die St. Brigiden-Kirche. Sie ist entweder eineFiliale von Klein St. Martin, oder man muss annehmen, dassauf der Rheininsel Köln neben dem Kloster Gross St.Martin auch Schiffer, Fischer, Krämer etc. sich angesiedelthatten. Ihnen, als Inselbewohnern, war eine eigene Pfarr-kirche ein unumgängliches Bedürfniss. Dies konnte umso weniger Widerspruch finden, als die von der Metropoleentlegenen Klöster auch zugleich den Pfarrgottesdienstversahen So bildete sich also auch aus einem analogenGrunde eine Pfarrgemeinde in der St. Martins-Klosterkirche. Und aus dieser wurde sie in der Folge (was auchGelen, adm. bezeugt) in die St. Brigiden-Kirche verwiesen,die aber immer von einem Religiösen des St. Martins-Klosters verwaltet wurde.

Dass die übrigen städtischen Pfarrkirchen St. Alban,St. Laurenz, St. Columba, St. Peter, sowie auch St. Martinim fernsten Alterthume schon als oratoria bestanden, sollnicht in Abrede gestellt werden. Vielleicht dienten sie mitihrer Umgebung anfänglich blos zu Begräbnissplätzen.Köln ist zwar eine römische Kolonie, aber dass dasGesetz in urbe neminem sepelito neu urito, auch nochunter der Herrschaft der Franken beobachtet worden ist,wird sich nicht erweisen lassen. Vielmehr eiferten dieKapitularen und die Konzilien unter den fränkischenKönigen schon gegen das Begraben in den Kirchen.Concil. arelat (Labe VI. anno 813) can. XXI. et CapitularII. 47. (Labe. coli. conc. VIII. S. 1238). Grabmäler inden Städten waren also gewiss schon üblich. Da nuneinmal das Beispiel, eine Pfarrkirche ausser der Metro-politankirche in der Hauptstadt an der ehemaligen Hof-kapelle vorhanden war und die Bevölkerung immer zunahm,war es natürlich, dass nach und nach die ganze Stadt inPfarrbezirke eingetheilt und so die in denselben gelegenenKapellen Pfarrkirchen wurden. Darum hatte auch derDomprobst die Investitur der fünf Pfarrkirchen in der alten

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