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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Die Pfarrkirchen der Stadt Köln.

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Mit St. Ursula schliesst die Reihe der kölnischenStiftskirchen.

30. Gelenius zählt innerhalb der Ringmauern derStadt Köln neunzehn verschiedene Pfarrkirchen in nach-stehender Ordnung.

1. St. Columba. 2. St. Martin. 3. St Laurenz. 4.St. Alban. 5. St. Peter. 6. Lyskirchen. 7. St. Lupus.8. St. Jacob. 9. St. Johann Baptist. 10. Marien -Ab-lass. 11. St. Paulus. 12. St. Magdalenen oder Severin.13. St. Brigiden. 14 St. Mauritius. 15. St. Aposteln.16. St. Cunibert. 17. St. Christoph. 18. St. Joh. Evang.19. Im Pesch.

Die Pfarrer derselben bilden das Collegium Pastorumcivitatis, das keinen Decan hatte, sondern unmittelbarunter dem Dompropste stand.

Was Gelenius von dem hohen Alter der meisten dieserPfarrkirchen behauptet, dass sie als solche schon zu Kon-stantins Zeiten oder noch früher bestanden hätten, istdurchaus irrig; denn damals war die bischöfliche Kirchedie einzige Pfarrkirche der Stadt. In derselben wurdendie heil. Sacramente gespendet und das Wort Gottesverkündigt. Dass die Pfarrgemeinden zu Bonn, Xanten,Reineren, und manche andere im Erzstift, für sich langevor den städtischen bestanden, unterliegt durchaus keinemZweifel; denn dort war das Bedürfniss dringender.Ausgehend von diesem Grundsatze, wagen die Herausgebereine neue Hypothese über die Genesis der Stadtköln.Pfarrkirchen.

In diesem Verzeichnisse steht die St. Martins-Pfarr-kirche oben an; sie ist auch unstreitig die älteste. DerPfarrgottesdienst wurde dahin aus der St. Noitburgiskapelleverlegt. (Gelen, adm. S. 395.) Diese, welche sich in derNähe des Kapitols befand, war die Hofcapelle der fränkischenHerzoge und Könige. Sie lag an der südlichen Ecke deralten Stadt, so wie die Domkirche an der entgegengesetzten,war also von dieser ziemlich weit entfernt.

Die fränkischen Grossen hatten es schon dahin gebracht,dass manche ihrer Hofcap eilen auf dem Lande Pfarr-kirchen geworden waren; ein Gleiches konnten sie mitLeichtigkeit für ihre Hofcapelle in der Stadt bewirken,zumal da sie in einer nicht unbeträchtlichen Entfernungvon der Hauptkirche lag. Die Noitburgis Kapelle, damals

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