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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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IV. Das Land unter den Römern und Franken.

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Das nachherige kurfürstliche Schloss soll das alte Palatiumder Comites zu Bonn gewesen sein. Hagano ist als Grafzu Xanten in einer Urkunde vom Jahre 863 bekannt.(Teschenmacher cod. diplomat.)

Wenngleich durch den Erfolg der fränkischen WaffenKöln allmählich der politische Mittelpunkt der Ripuarierwurde, so ist es doch immerhin bemerkenswerth, mit welch'grosser Vorliebe das gesammte Volk seine historischen,wenngleich verblassten Erinnerungen nach Xanten hin ver-legt. Dort soll einstens ein fränkischer König gewohnthaben und dort lassen die alten Sagen und die NibelungenSiegfried den Drachentödter geboren werden.

Als die Franken noch auf der rechten Rheinseitewohnten, hatten sie gleich den andern deutschen Völkernihre Gaue Pagi, eine Bezeichnung für die verschiedenenLandstriche, in die ihr Land eingetheilt war. In den links-rheinischen Besitzungen der Römer, die sie für ihre Nieder-lassung erobert hatten, fanden sich jedoch überall be-stimmte Grenzen. Die verschiedenen Landestheile wurdenauch jetzt wieder von den Franken Gaue genannt, aberes ist dabei doch höchst wahrscheinlich, dass die altenBegrenzungen grösstentheils beibehalten wurden, besondersda, wo die Gaue nicht wie in Deutschland nach Völkern,Flüssen oder Bergen, sondern nach Städten benannt wurden,die schon unter den Römern bestanden hatten. So ist derZülpichgau wohl das unter den Römern zu Zülpich (Tol-biacum) gehörige Civil- und Militair-Gebiet; ebenso derJülichergau, der Bonnergau etc.

Die bekanntesten Gaue in dem rheinischen Theile derKölner Diöcese sind, 1. der Aargau, welcher auch Bonnergauhiess, 2. der Eifelgau, 3. der Zülpichergau, 4. der Jü-lichergau 5. der Kölnergau, der auch Gildgau hiess,6. der Neussergau, der aber von dem vorigen nur einTheil gewesen zu sein scheint. 7. der Mühlgau und 8.der Attuariergau, beide an der Niers. 9. der Düffelgauim Clevischen, 10. der Duisburgergau, 11. der Ruhr-gau, 12. der Keldagau an der Dussel, 13. der Deutzer-gau, und 14. der Auelgau an der Sieg

Zur Erzdiöcese gehörte noch ein Theil des Ardenner-gaus. Die fünf ersten von den oben genannten Gauen,nämlich der Aargau, die Eifel, der Zülpichergau, Jülicher-gau und der Kölnergau mit Einschluss des Neussergaueshiessen auch wohl mit einem gemeinschaftlichen Namen

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