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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.

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Das Land war von vier Hauptvölkern bewohnt, vonUbiern im Süden, von Tongerern an der. Maas, von Sicam-bern zwischen dem Rheine, der Waal und der Maas undvon Batavern zwischen der Waal und dem Ocean,

Als die Franken die Landstriche am Niederrhein inBesitz nahmen, behielten sie die römischen Einrichtungenin mancher Hinsicht bei. Köln wurde die Residenz einesihrer Könige; in der Folge eines Herzogs.

Dort wohnte der ripuarische König Siegbert. Pipinvon Landen war veteri Ripuariorum regum palatio Coloniaepraefectus (Act. San et Tom. III. c. XXI); er regierte zwischenden Ardennen und der Waal den ducatus Ripuariorum,dessen auch in den ripuarischen Gesetzen Tit. XXXDJ. I.Erwähnung geschieht. In Verein mit dem heil. Cunibertging er 639 als Gesandter zu Chlodwig. Mit Vorliebebewohnte Pipin von Heristal Köln. Der Friede zwischenihm und Waratto wurde hier geschlossen u. s. w. Pipin,der Sohn von Karl Martel, hatte schon früh die Absicht,die deutschen Herzogthümer zu unterdrücken und Hessaus diesem Grunde das Herzogthum Alemannien nach demTode Lantfrieds H. durch die beiden Comites Werin undRudhard verwalten, die Eckehard desshalb auch cameraenuntios nannte.

Auch Karl der Grosse folgte dieser Politik die Her-zogthünier möglichst zu beschränken. Unter ihm bliebKöln der Hauptort eines Comitats, der Sitz eines Grafen.In Colonia Hadabaldus Archiepiscopus et Ecmundus comes."(Georgisch Corp. juris germ. antiq. Capitulare Caroli M. II.c. 25. und Tom. VIII. Collect. Concil. Labbe p. 1538capit. XXV. Ludovici Pii.) Ad ann. 847 haben dieAnnales breves Colon, (apud Eckhard Comment. de reb.Franciae or. Tom. IL pag. 907.) Werinarius Comes Coloniae.Noch in der Folge führte ein Greve (Vice-comes) beimhohen weltlichen Gerichte in Köln den Vorsitz. DerSprengel desselben verdiente näher untersucht zu werden;er würde uns die Grenze des alten kölner Comitats an-geben. Ein Verzeichniss vom 17. Jahrhundert nennt darunterauch Neuss und Crefeld.

Auch Bonn und Xanten hatten ihre Grafen; KaiserLothar schenkte dem Esichon einige Güter in pago Riboa-riensi, in Comitatu Bonnensi, in Villa Castenacha. (Dipl.Lotharii Tom. I. collect, ampliss. Martene et Durand, fol. 104.)

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