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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
Entstehung
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III. Die ältesten Bewohner des Lande

Rhein getrennt waren. Die Tenchterer wohnten also etwazwischen der Ruhr und der Lippe. Sie waren durch ihre Pfer-dezucht berühmt und mussten also deshalb schon das Flach-land bewohnen. Hier an der Asse liegt noch ein Denkeren,das von ihnen vielleicht den Namen geerbt hat. Ausserden Ubiern und den Sicambrern finden wir diesseits desRheines noch zwei neue Völkerschaften, welche in einemKriege, den die Römer mit den Batavern (Tacitus Hist.Hb. IV) fühlten, bekannt wurden; die Sunicer und dieGugerner. Ob aber die Sunicer einen Theil der nach-maligen kölner oder lütticher Diöcese inne hatten, ist nichtmit unzweifelhafter Gewissheit festzustellen. Die Anhängerder ersten Meinung berufen sich auf die im Kölnischengelegenen Orte: Sinteren, Sinsteden, Sindorf, Sinnerdorf,Sinsheim, sogar auf Zons und Sonsbeck. (Siehe Streves-dorf Archidioeces. Colon. Zons und Gelenii de Admirand.pag. 355 de Zons et vetere alveo Rheni)

Quix dagegen nennt Sinnich bei Gülpen einen Ortder Sunicer; er verlegt ihre Sitze zwischen Wurm undMaas. Sei dem wie ihm wolle, mit Bestimmtheit wissenwir nur, dass sie Bundesgenossen des Batavers Civilis inseinem Kampfe gegen die Römer waren. Sie gingen baldin den Ubiern auf. Aller Wahrscheinlichkeit nach gehörtensie wie auch die Tongrer zu dem menapischen Stamme. Esist überhaupt eine irrige Vorstellung glauben zu wollen,dass neu auftretende Völkernamen stets auch auf neueVölkerschaften hinweisen müssten; es liegt in der Naturder Dinge, dass mit der fortschreitenden geographischenKenntniss der Völkersitze auch neue Benennungen inner-halb der früher mehr unter einer allgemeinen Bezeichnungbekannten Stämme auftauchen müssen. Die Gugernerwohnten in der Gegend von Gelduba, nördlich vonden Ubiern; auch sie waren Bundesgenossen des Civilis.Loco cui Gelduba. nomen est . . . in proximos Gugerno-rum pagos, qui societatem Civilis acceperant", sagt Taci-tus Hist. Lib. IV. Diesen Namen Gugerni er-hielten entweder die hinübergeführten Sicambrer oderdie Gugerner sind ebenfalls zurückgebliebene Menapier.Auch die Bataver müssen nach Vertreibung dieses letztenVolkes ihre Sitze auf das südliche Ufer der Waal ausge-dehnt haben.

öo war also ein Jahrhundert nach Christi Geburt derLandstrich (welcher nachmals die Kölnische Diöcese be-