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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.

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Die Ubier, welche schon früher (37 v. Chr.) durchM. V. Agrippa auf die linke Rheinseite verpflanzt waren,hatten ihre Ansiedlungen im südlichen Theil des Menapier-gebietes. Sie sassen von der Ahr bis zum Ausfluss derErft in den Rhein und reichten westwärts bis zur Wurm,dort wo dieser Fluss in die Roer tritt. Ihre westlichenNachbarn in diesen neuen Sitzen waren die Tongrer, dienördlichen die Sicambrer und die südlichen die Trevirer,deren Ostgrenze, der Rhein, ehedem Ubier und Trevirervon einander geschieden hatte.

Nach diesen Erfolgen sahen die Römer ihre Herr-schaft an beiden Ufern des Niederrheins als gesichert anund begannen überall Castelle anzulegen. Drusus gründeteallein 50 solcher befestigter Punkte, die theilweise mitVeteranen und verarmten Bürgern besetzt wurden und soeine Grundlage zur Bildung von Städten und Ortschaftenwurden. Eine hervorragende Stellung nahmen ColoniaAgrippinensium und die Colonia Trajana in der Gegendvon Xanten ein. In die erstere, die Hauptstadt der Ubier,hatte Agrippina, wie Tacitus Annal. Hb XII, 27 berichtet,eine Colonie römischer Veteranen geführt. Colonia Trajanawurde durch Trajan besiedelt; der allgemeinen Annahmenach erstreckte sich die Niederlassung vom Fusse desFürstenbergs bis jenseits Xanten, während die durch ClaudiusCivilis zerstörten Befestigungen von Castra Vetera vonder Kapelle jenes Berges bis nach Birten reichten. Es istindessen wahrscheinlich, dass Colonia Trajana und CastraVetera eins sind, wenngleich die Peutinger'sche Tafel denersten Punkt zwischen Burginatium und Vetera verlegt.Aus einem römischen Castellum entstanden Bonn und Neuss.Andere Orte dieser Gegend, welche von dem römischenSchriftsteller erwähnt werden und über deren Lage keinZweifel besteht, sind Asciburgium (Asberg bei Moers),Gelduba (Gelep bei Uerdingen), Durnomagus (Dormagen),Tolbiacum (Zülpich), Marcodurum (Düren), Juliacum (Jü-lich) und Marcomagus (Marmagen).

Auf dem rechten Rheinufer hatten unterdessen dieUsipeter und Tenchterer Fuss gefasst. Erstere, welcheauch Usipier heissen, wohnten im Bergischen, in den ehe-maligen Sitzen der Sicambrer und Ubier. Gegen Südenstiessen die Ubier an die Katten, gegen Norden an dieTenchterer, die gleichfalls Nachbarn der nunmehr auf demlinken Rheinufer wohnenden Ubier, von diesen durch den

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