III. Die ältesten Bewohner des Landes.
11
■gaben des Ammianus Marcellinus auf; dem linken MaasuferIbei Gelegenheit des Feldzuges gegen die Franken (355In. Chr.) Auch sie waren im Besitz eines berühmtenICastrum Menapiorum, das auf einer Höhe an der Maas[beim heutigen Dorf Kessel lag.
Möglich ist, dass die westwärts wohnenden Menapier[sich dorthin durch das Gehiet der Moriner und Nervier,{deren Sitze nur durch die Scheide von einander getrenntIwaren, gerettet hatten. Andere Schriftsteller kommen beilihren Untersuchungen zu dem Resultat, wie AegidiusJBacherius in seinem 1635 in Löwen erschienenen BelgiumiRomanum, dass nur die politische Bedeutung des Volkes■ durch die damalige Niederlage gebrochen sei. Die Me-Inapier hätten sich mehr westlich gewendet und seien erst[unter Augustus bei der neuen Eintheilung des Landes■in zwei Theile geschieden, so dass die westlichen Be-Iwohner in Flandern den ursprünglichen Namen beibehalten•hätten, während das zwischen Scheide und Maas ge-legene Land von da an den Namen Toxandria bekommen[habe.
Die Usipeter und Tenchterer hatten die Absicht, die[alten Sitze der Menapier als eine Frucht ihres Sieges ein-[zunehmen. Sie wurden indessen durch Caesar gewaltsam[an der Ausführung ihrer Pläne gehindert. Nach der Nieder-lage, die ihnen die Römer beigebracht hatten, blieb nur■der kleinere Theil von ihnen auf dem linken MaasuferIzurück. Tacitus erwähnt ihre dortigen Sitze ausdrücklichlim 4. Buche seiner Geschichte. Die grössere Masse ihrerI Stammesgenossen ging nach dem Siege Caesars wieder[über den Rhein zurück und verband sich mit den Sicambreim.[Mochte dieser Volksstamm auch durch die unaufhörlichenKämpfe mit den Römern sehr geschwächt werden, so ge-[lang seine völlige Unterwerfung doch erst in den Jahren[12 und 11 v. Chr. durch den römischen Feldherrn Drusus.[Augustus verpflanzte einen nicht unbeträchtlichen Theil[dieses kriegerischen Volkes (9 v. Chr.) auf die linke Rhein-I seite. Sie erhielten den nördlichen Theil des ehemaligen[Gebietes der Menapier als Wohnsitz angewiesen.
„Detonsus Vahalim bibat Sicamber"
[sagt der Dichter Sidonius Apollinaris, um der allgemeinen[Freude in Rom über einen solchen Erfolg Ausdruck zu| geben.