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1 (1892) Die Erzdiöcese Köln im Mittelalter
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10 Die geschichtliche Grundlage der Erzdiöcese Köln.

einzudringen, denn vom jenseitigen Rheinufer her transBhenum pervenit fama wsa das Gerücht zu ihren Uhrengedrungen, dass reiche Beute in jenem Gebiete zu machensei Die Brücke selbst diente Caesar dazu, um ms Landder Sicamberer zu dringen und von diesen ging er zu dengleichfalls auf der rechten Rheinseite wohnenden Ubiern(Hb IV, 19). Demnach müssen also die Sicamberer zwischenLippe und Wupper, die Ubier zwischen Wupper und Lahngewohnt haben. Man muss diese geographischen Ihat-iachen scharf im Auge behalten, um zu begreifen dass dieAngaben Strabos, wonach die Sicamberer zwischen Kheinund Elbe neben den Cimbern gewohnt hätten, keine Gültig-keit für die Zeit Caesars beanspruchen dürfen.

In nicht ferner Zeit sollte die Lage der niederrheinischenVolksstämme eine durchgreifende Veränderung erfahren.Die Sueven, welche wir bereits als Nachbarn der Sicamberergesehen haben, bedrängten einen anderen Stamm, dieUsvpeterund Tenchteren. Diese wiederum stürzten sich auf dierheinischen Menapier, welche von ihnen so vollständig ver-trieben wurden (de bell. gall. lib. IV), dass von nun ander Name dieses Volksstammes am Rheine nicht mehrvorkommt.

Dieser Rheinübergang wird von Napoleon m seinerGeschichte Caesars, Bd. 1 S. 134, zwischen Cleve undXanten, speziell nach Fürstenberg und Qualburg verlegt;dort seien die einzigen Durchgänge gewesen, die den Wegnach Gallien zu eröffnet hätten. Die natürliche Stärke dieserbeiden Punkte, die schon einen ungewöhnlichen Schutzdurch die damals mehr östliche Lage des Rheines aufS'Heerenberg zu sowie durch zwei vor Fürstenberg ge-legene Inseln besassen, wurde von den Römern durch dieunter dem Namen Castra vetera und Quadriburgium (Qual-burg) bekannten Befestigungen noch erhöht und damitder Zugang zu Gallien vollständig gesperrt.

Es ist übrigens fraglich, ob die Menapier so vollstän-dig ausgerottet wurden, als Caesar glauben machen will,denn in finibus Nerviorum befand sich nach dem Zeugnissevon Fulbert in vita St. Piati (Act. S. S. Belg. select. T. 1p. 131) die Hauptstadt der Menapier Tornacum (Tournay).Weiter westwärts lagen auf dem Berge Cassel zwischenTournay und Boulogne ausgedehnte Befestigungswerke, dieden Namen Castrum Menapiorum führten. Einen andernTheil des Volksstammes fand Kaiser Julian nach den An-