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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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zu wollen, der Abfall Heinrichs sei vorher geschehen. Mandarf sich nur vor Augen führen, wie chronologisch durchein-andergewürfelt die Folge der Begebenheiten bei Arnold ist,und wie das aus der ganzen Art, in der er seine Chronikgeschrieben hat, erklärt wird. Er behandelt eben in deneinzelnen Kapiteln ganz bestimmte, in sich geschlossene undvon einander völlig unabhängige Fakta; auf die Zeitfolgekommt es ihm dabei durchaus nicht an. So erzählt er z. B.an unserer Stelle VI, 5 Einnahme von Lichtenberg (nach-weislich erst Anfang 1206; s. Winkelmann I, p. 391. 1); posthec Abfall des Pfalzgrafen; post hec vergeblicher VersuchGunzelins gegen Lichtenberg und Einnahme von Goslar(9. Juli 1206); post hec Zug Philipps gegen Thüringen.Ich möchte vielmehr aus den Worten, mit denen er die Er-zählung über den Abfall des Pfalzgrafen einleitet:Ali-quantulum temporis fluxerat et rursum Philippus cum militummanu partibus Ottonis appropiabat" schliessen, dass er damitBezug nimmt auf einen schon vorher gegangenen Zug Philippsnach dem Lande Ottos d. i. Braunschweig, der dann mit demvon den Ann. Beinh. erwähnten sehr gut übereinstimmenwürde und ebenso mit dem ersten der Ann. Col. Max.; sonstwüsste ich nicht, worauf man das rursum beziehen könnte,denn vor dem Frühjahr 1204 war der Staufer seit den letztenvier Jahren nicht in den weifischen Stammlanden gewesen.Erwägt man alles genau, so wird man den bestimmtenZeugnissen der Ann. Beinh. und Col. gegenüber einen ZugPhilipps nach Goslar in der Fastenzeit 1204 nicht abweisenkönnen, aber ebenso bestimmt nicht zu diesem, sondern zueinem nach Beendigung des thüringischen Krieges gegenBraunschweig unternommenen Feldzuge des Staufers den Ab-fall Heinrichs setzen müssen, da derselbe durch Ann. Stad.u. Cont. Wenig., namentlich aber durch Ann. Col. und Chron.Mont. Sei - ., die den mithandelnden Personen und der Oert-lickkeit am nächsten stehen, ausdrücklich bestätigt und auchdurch die Ann. Reinh. und Arnold nicht widerlegt wird.Abel, Winkelmann und Ficker, reg. imp. no. 85 stützen sichbei ihrer Annahme hauptsächlich darauf, dass der Pfalzgraf