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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
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haften Bedingungen, unter denen bald darauf (28. Juni) Erz-bischof Bruno Frieden mit Heinrich VI. schloss. Nicht nurwurde die Zollfreiheit von Köln, Neuss und der anderen erz-bischöflichen Städte an den kaiserlichen Zollstätten zu Boppardund Kaiserswerth von neuem bestätigt, sondern die KölnerKirche erhielt überdies die Lehnshoheit über die Burg Ahr. 1 )Im Zusammenhange mit diesen Wirren mag es stehen,dass Bruno nicht lange nachher der erzbischöflichen Würdeentsagte und sich in das Kloster Altenburg zurückzog. Ihmfolgte sein gleichgesinnter, aber junger und thatkräftigerVerwandter, Dompropst Adolf.

IL Kapitel.

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Adolf als Erzbischof; sein Bemühen für dieFreilassung des englischen Königs und dieBeilegung der Bremer Streitigkeiten. "Wider-stand gegen den Erbfolgeplan des Kaisers.

Adolf war der erste Erzbischof aus dem bergischen Hause,der, soviel wir wissen, durch rechtmässige und einstimmigeWahl der Prioren diese Würde erlangte. Gewiss hat mansich schon im voraus über seine Person geeinigt, sonst hättendie Grafen von Berg nimmer die Abdankung Brunos zuge-lassen. In ihm tritt uns ein Mann entgegen, der von Anfangseiner Kegierung bewusst und klar das Ziel verfolgt, welcheser sich gesteckt. Was sein grosser Vorgänger Philipp an-gebahnt hatte, wollte er vollenden: die Allgewalt der Staufersollte gebrochen werden, gleichberechtigt die Fürsten nebendem Könige stehen, nur dem Namen nach' sollte dieser übersie herrschen. Und Adolf war seinem Charakter nach ganz

i) Lac. I, uo. 539,