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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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VI. Kapitel.

Adolfs Abfall und seine Polgen.

Selbstverständlich Hatte Adolf bei seinen Unterhandlungenmit Philipp vor allem die Anerkennung der Rechte gefordert,welche ihm einst am 12. Juli 1198 von Otto verliehen wordenwaren. Im grossen und ganzen setzte er seinen Willen durch.Es wurde ihm als Lohn für den Uebertritt die Herzogswürdein Westfalen und Engem nebst allen Rechten und Gütern

seiner Kirche daselbst bestätigt, Andernach, Eckenhagen undSälfeld der Erzdiöze restituiert und Münze, Zölle undMärkte, wie solche einst Kaiser Heinrich VI. dem ErzbischofPhilipp durch Privileg vom 25. März 1190 zugestanden hatte,den Kölnern erneuert: obendrein bekam er noch den Hof zuBrake! und die Kirche zu Kerpen. Nur hinsichtlich desSpolienrechtes war der König nicht zur Nachgiebigkeit zubewegen gewesen, und der Erzbischof hielt es für's beste,vorläufig nicht weiter darauf zu bestehen. Eine Summe von9000 Mark, die er baar ausgezahlt erhielt, half ihm für's ersteaus der grossen Geldverlegenheit, in welche er durch denBürgerkrieg geraten war. 1 ) Poch nicht eher sollten ihm

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] ) Lac. II, 7; Orig. Guelf. III, C33. 634. Die Geldsumme erwähnenAnn. Ceti. Max. p 910. Caea. Heist. cat. aep. (Jol. in fontes II, 279weiss nur von 5000 Mark, die der König dem Erzbischoi'pro corouatiouegezahlt habe (dial. mir. 11, 44); lunoeeuz erwähnt ebenfalls der Geld-zahlung in Eeg. de ueg. irap. no. llü. Der Unterschied zwischen denBeurkundungen Ottos von 1198 u. 1201 und denen Philipps vom 12. Januar1205 ist durchaus nicht so gross, wie Winkelmann I, p. 334. 1 will.Zwar erhielt Adolf jetzt nicht das Zollhaus zu Kaiserswerth und dieEeichsburg Bernstein, aber konnte er sie überhaupt erhalten? Otto hattesie ihm 1198 zur beliebigen Zerstörung übergeben und in seinem undseiner Nachfolger Namen gelobt, sie nie wieder aufzubauen. DassBernstein wirklich zerstört wurde, ersehen wir aus Anu. Col. Max. zuJ198, ein gleiches wird mit dem Zollhause in Kaiserwerth geschehen seiu.Auch fielen die Zollermässiguug zu Kaiserswerth und die Beschräukuugdes Beichsmüuzrechtes zu Gunsten der Kölner Münze keineswegs wiederdahin; Philipp erneuerte vielmehr dem Kölner Erzbischof Münze, Zölleund Messen, wie sein Bruder Heinrich solche dem Erzbischof Philipp

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