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In betracht kommen Ann. Reinh. ed. Wegele p. 98.Arn. Lub. VI, 6. Hon. Aug. cont. Weing. p. 480. Ann. Stad.p. 354. Chr. Mont. Ser. p. 171 und Ann. Col. Max. p. 818.819. Soviel dürfte wohl nach dem übereinstimmenden Be-richte fast aller dieser Quellen klar sein, dass der AbfallHeinrichs stattfand, als Philipp und Otto im Begriffe standen,zwischen Goslar und Braunschweig ihre Kräfte zu messen.Es kommt nun darauf an, die Zeit zu bestimmen, in derPhilipp im Jahre 1204 einen Zug nach Goslar unternommenhat. Die Entscheidung ist insofern etwas schwierig, als darüberdie angeführten Quellen nach drei, ja nach vier verschiedenenSichtungen auseinandergehen.
1. Die Ann. Reinh. setzen diesen Zug ausdrücklich inquadragesimae diebus, cum quique fideles maxime treugasobservare soleant, also in die Zeit vom 10. März bis 25.April, erwähnen aber vom Übertritte Heinrichs gar nichts.
2. Hon. Aug. Cont. Weing. meldet den Abfall, Ann.Stad. und ausführlich Chr. Mont. Ser. den Zug Philippsnach Goslar und den dabei erfolgenden Übertritt des Pfalz-grafen erst nach dem thüringischen Feldzuge, der bis in diezweite Hälfte des Septembers reichte.
3. Ann. Col. Max. wissen von einem doppelten ZugePhilipps nach Goslar, vor und nach dem thüringischen Kriegeund erwähnen freilich in etwas unklarer und unvollständigerWeise den Übertritt Heinrichs zu dem letzten Zuge. Wennendlich
4. die Erzählung des Arn. Lub., welcher am umständ-lichsten alle in Frage kommenden Ereignisse behandelt undauch die Motive hervorhebt, die Heinrich zum Verlassenseines Bruders bewogen, von Winkelmann auf die Zeit vordem thüringischen Feldzuge bezogen wird, so ist das meinerAnsicht nach falsch, zum mindesten nicht zu erweisen; denneinmal hat Arnold in dem betreffenden sechsten Kapitel dessechsten Buches, wo er über den Abfall des Pfalzgrafenhandelt, gar keine bestimmte Zeitangabe, und dann wäre esleichtsinnig daraus, dass er erst im achten Kapitel denthüringischen Feldzug Phüipps bespricht, die Folgerung ziehen