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nebst einigen anderen Edelen waren zugegen gewesen undhatten natürlich nichts dagegen zu erinnern; 1 ) der bei weitemgrösste Teil des Adels, namentlich die mächtige Sippe derervon Berg, sahen nach wie vor nicht in Bruno, sondern inAdolf ihren rechtmässigen Herzog und obersten Lehnsherrn.Ersterer war somit fast ausschliesslich auf die Stadt und ihrenächste Umgebung beschränkt, letzterer hatte hinter sich dieLandschaft und die ganze Macht des siegreichen Staufers;kaum zweifelhaft war's, wie da die Entscheidung fallen musste.
VII. Kapitel.
Der Kampf um's Erzbistum.
Als König Philipp zu Pfingsten (29. Mai) feierlichenHof zu Speier hielt, erschien vor ihm Erzbischof Adolf mitdem Herzoge von Brabant und den niederrheinischen Grafen, 2 )meldete klagend das ihm widerfahrene Unrecht, wie er bereitsgebannt sei und der Absetzung jeden Augenblick entgegen-sehe und bat demütig um seinen Bat und seine Unterstützung.Innig bedauerte ihn der König, dass er seinetwegen einesolche Schmach erdulden müsse, aber für den Augenblick seier ausser Stande, *twas für ihn zu thun. Er vertröstete ihnauf den Herbst: dann wolle er mit der ganzen Reichsmachtihm gegen die widerspenstigen Unterthanen zu Hilfe kommen,und eidlich mussten die anwesenden Fürsten geloben, allesfür eine Heerfahrt auf den Oktober bereit zu halten. 3 ) Dochwenigstens eine Clenugthuung sollte dem Erzbischof in Speierwerden. Seine. Beschwerden hatten sich besonders gegen dieAusführer des päpstlichen Gebotes, die Bischöfe von Mainz und
') Dial. der. et 1. p. 403; Arn. Liib. VII, 5 wegen des Limburgers.
ä ) Picker, reg. imp. no. 112.
3) Ann. Col. Max. p. 820; Chron. reg. Col. zu 1205t