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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
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Einleitung.

Um die Wende des 12. Jahrhunderts bietet uns dieC4eschichte unseres Vaterlandes ein gar trauriges Bild. Aufdie glanzvolle Regierung Heinrichs VI. die den Höhepunktdeutscher Macht und Grösse darstellt, folgt in jähem Wechseleine der traurigsten Epochen, welche Deutschland je durch-gemacht hat. Der Tod des gewaltigen Kaisers bildet dengrossen Wendepunkt unserer Geschichte. Unaufhaltsam brichtseitdem der Verfall über die deutschen Lande herein, undnie mehr sind die Zeiten des alten Ruhmes in ihrer früherenHerrlichkeit wiedergekehrt. Der Grund zu diesem plötzlichenUmschwünge liegt in den eigentümlichen Verhälthissen,welche seit den letzten Jahrzehnten der Regierung Fried-richs I. im Reiche Platz gegriffen hatten. Der alte Lehnsver-band zwischen König und Fürsten war allmälig lockerer ge-worden. Meisterhaft hatten es die letzteren verstanden, demKönigtum ein Recht nach dem andern abzuringen und inVergessenheit zu bringen, dass sie eigentlich nur Beamte derKrone seien; ihre territoriale Selbstständigkeit wuchs vonJahr zu Jahr. So standen die Dinge, als Heinrich unerwartetin der Blüthe seiner Jahre dahingerafft wurde, nur einendreijährigen Knaben als Erben seiner weiten Reiche hinter-lassend. Es Avar eine äusserst günstige Gelegenheit für dieFürsten, ihre Sonderinteressen auf Kosten des Reiches wahr-zunehmen, und sie Hessen sie nicht unbenutzt vorübergehen.Viele von ihnen hallen damals mit der Ehre des Vaterlandesgespielt, unbekümmert um die schlimmen Folgen für das Ge-sammtleben der Nation, willenlos ihrem Egoismus hingegebenund ihrer Herrschsucht, aber allen zuvor tliat es der damaligeErzbischof von Köln, Adolf 1.

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