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Gerhard von Osnabrück sowie den Grafen Gerhard vonGeldern und Wilhelm von Holland durch, dass das Dom-kapitel ihm allein die Bestimmung der Nachfolge überliess.Er ernannte natürlich einen Gegner des Kaisers, den achtzehn-jährigen Otto v. Geldern, den Bruder des regierenden Grafen. 1 )Seitdem verschwindet er vollständig aus der Geschichte.Ist er nach Rom gegangen, um dort persönlich seine Sachebeim Papste zu führen, oder hat er den Ausgang des Pro-zesses mit Dietrich ruhig daheim abgewartet? Wir wissenes nicht, nur das wissen wir, und das scheint für das ersterezu sprechen, dass bei der zweiten Krönung Friedrichs inAachen (25. Juli 1215) wiederum Erzbischof Sigfrit von Mainzdas Amt des Konsekrators übernehmen musste, weil, wie dieKölner Königschronik bemerkt, ein Erzbischof von Köln,dessen Befugnis es eigentlich sei, dun König zu krönen, da-mals nicht existiert habe. 2 ) Um dem traurigen Zustande, welchernun schon so lange im Erzstifte Platz gegriffen hatte, einfür allemal ein Ende zu machen und den Parteiwirren fürimmer zu steuern, verfügte Innocenz endlich die Absetzungsowohl Adolfs wie Dietrichs und forderte die Prioren zueiner Neuwahl auf. Dieselbe geschah am 29. Februar 1216und fiel auf den Dompropst Engelbert von Berg. 3 ) Für eineEntschädigungssumme von jährlich 400 Mark entsagte Adolfseiner Ansprüche auf den Erzstuhl. 4 )
i) Gesta episc Trajeet. M G. 22, 409. Anu. Stad. p. 355.
») Chron. reg. Col. zu 1215. Ann. Col. Max. p. 828. Reiner zu 1215.
3 ) Caes. Heist. cat. aep. Col. Fontes II, 280. Ann. Col. Max. p.828 geben den Wahltag, Chron. reg. Col. setzt denselben auf Kalend.Mart.; es ist möglich, dass hier vor kal. die Zahl ausgefallen ist, wieWiukelmann II, 433. 2 annimmt.
4 ) Die Zahl 400 hat chronica presulum et archiepiseoporum ecclesieColonienses bei Eckertz, Aunaleu des hist. Vereins f. d. Niederrhein II,181 ff. Cat. aep. Col. Fontes II, 281 hat dagegen 300. Ich entscheidemich insofern für die erstere Zahl, als auch Arn. Chron. Slav. VII, 6den Erzbischof mit 400 Mark Reute für den Verlust seines Erzbistumsentschädigt werden lässt; freilich erzählt er das schon zum Jahre 1208und unter der falschen Voraussetzung, dass Adolf schon damals auf Be-fehl des Papstes zu Gunsten Brunos verzichtet habe, aber au der Richtig-keit der Zahl zu zweifeln, liegt kein Anlass vor.