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Functionen auszuüben, sondern auch die Anhänger des Papstesverfolgte, die Kirchen beraubte, deren Priester den Bannanerkannten, diese selbst vertrieb und ihre Pfründen an Ver-wandte und Freunde gab, setzte ihn Sigfrit im April 1212ab. 1 ) Adolf wurde aus seiner Vergessenheit hervorgezogenund ihm vom Legaten das Erzstift zugesprochen. Am2. Mai 1212, dem Tage vor Christi Himmelfahrt, kam ernach Köln, wo die gesamte Geistlichkeit ihm zufiel. Zwarhätte sich Dietrich mit Hilfe der weltlichen Grossen behaup-ten können, aber er zog es vor, die Versöhnung des Papstesnachzusuchen. Jahrelang hat er sich in Rom vergeblich umdie Wiedererlangung seiner Würde bemüht. 2 )
Inzwischen spielte Adolf in Köln eine traurige Rolle. Sieerinnert sehr an die Zeit seines Kampfes mit Bruno, nur lagder Fall jetzt umgekehrt. Er wurde von der Geistlichkeitgetragen, die Bürger und die Landschaft hielten fest zu Otto,und dabei Hess die päpstliche Bestätigung, welcher er nachjenem Schreiben vom November 1210 ausdrücklich bedurfte,noch immer auf sich warten. Adolf selbst scheint wenig Ver-trauen in seine neue Stellung gesetzt zu haben, denn alses bei der ersten Krönung Friedrichs IL (9. Dezember 1212zu Mainz) die Rechte des Kölner Erzbischofs wahrzunehmengalt, trat er freiwillig zurück und ersuchte den Mainzer, anseiner statt dem jungen Staufer die Krone aufzusetzen. 3 )Das einzige Mal, wo er noch als Metropolit der KölnerKirchenprovinz zur Geltung kam, war bei Neubesetzung desUtrechter Bistums. Als am 5. Dezember 1212 der eifrigweifische Bischof Dietrich das Zeitliche gesegnet hatte, setzteAdolf es im Verein mit den Bischöfen Otto von Münster und
!) Chron. reg. Col. p. 16. Auu. Ool. Max. p. 826. Caes. Heist.Homiliae II, 98. Caes. vita Engelb. Böhmer, foul. I, 3. Caes. cat. aep.Ool. fönt. II, 280.
2 ) Ann. Col. Mas. p. 826. Caes. dial. mir. 7. 40. Hom. III, 22.Reiu. Leod. p. 664. Caes. catal. fout. II, 280.
a ) Ficker, reg. imp. 110. 682. Es mag dabei auch, wie WinkelmaunII, 334 will, Aufmerksamkeit gegen des Papstes Stellvertreter und Dankfür den Urheber seiner Wiedereinsetzung mitgespielt haben.
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