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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Ermordung Philipps (21. Juli 1208) machte seine letztenHoffnungen zu Schanden. Von allen Seiten Helen jetzt dieFürsten dem beinahe vergessenen Otto wieder zu, und schonin seinem ersten Schreiben an den Papst gedachte derselbeseiner getreuen Anhänger, Sigfrits und Brunos und bat ihn,sie so schnell als möglich nach Deutschland zu schicken, da*mit er sie für ihr standhaftes Ausharren belohnen könne. 1 )Als Bruno am 11. September 1208 in Köln einzog, wurdeer mit der allgemeinsten Freude empfangen, denn nach langenJahren des Leidens und der Drangsal schienen endlich ruhigeund friedliche Zeiten der Erzdiözese bevorzustehen. Allefrüheren Verbündeten Adolfs, Grafen und Herren, unter-warfen sich bereitwillig ihrem einstigen Gegner und gelobtenihm Treue und Gehorsam. 2 ) Nur Adolf selbst, der wahr-scheinlich bald nach jenem Bescheid vom 13. Mai an denRhein zurückgekehrt war, konnte sich nicht dazu verstehen,solange das Endurteil des Papstes ausstand, ja er machtenoch einen letzten Versuch, dasselbe zu seinen Gunstenzu wenden, wenigstens möglichst zu verzögern. Zu Anfang-September schickte er einen getreuen Priester Hermann zulimoeenz mit der Bitte, seine Sache durch geeignete Per-sonen noch einmal und zwar in Deutschland untersuchenund verhandeln zu lassen, da er wegen feindlicher Nach-stellungen weder selber zum bestimmten Termine nach Romkommen, noch einen geeigneten Vertreter dorthin schickenkönne. Vielleicht gelang es ihm, die pästliche Untersuchungs-kommission auf seine Seite zu ziehen. Doch der Papst liesssich auf nichts ein; bis zur gesetzten Frist und noch darüberhinaus wolle er warten, dann aber mit Gottes Hilfe denProzess entscheiden, wie er entschieden werden müsse.

Im übrigen zeigte er sich sehr versöhnlich und warbereit, Adolf auf andere Weise zu entschädigen.Es dürftedir förderlich sein", schrieb er ihm am 23. Oktober als

>) Reg. de neg. imp. 160.2) Ann. Ool. Max. p. 823.