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liorsam verweigere, wie einen Gottesleugner zu bestrafen,musste Adolf die letzte Hoffnung rauben. 1 )
Aber vielleicht zwang die Macht der Verhältnisse denPapst, nachzugeben. Nach dem endgültigen Uebertritt Kölnswar der deutsche Throustreit ein für allemal entschieden,Ottos Königtum gefallen. Wohl oder übel musste Innocenzmit diesem Ausgange sich in irgend einer Weise abzufindensuchen; er durfte die Hand, welche ihm Philipp zum Friedenbot, kaum mehr zurückweisen. Etwa im Mai 1207 gingenseine Legaten, die Kardinäle Hugo oder Hugolin, Bischofvon Ostia und Velletri und Leo, Priester vom Titel des hl.' Kreuzes in Jerusalem, nach Deutschland ab 2 ) und trafen unge-fähr im Anfange des Juli mit dem Staufer in Speier zu-sammen. 3 ) Auf dem Hoftage zu Worms begannen AnfangAugust die Verhandlungen. Von ihrem Ausfalle hing dasSchicksal Adolfs ab; denn der Auftrag der Legaten ging vorallem dahin, unter allen Umständen die Freilassung Brunoszu erwirken, mit anderen Worten, vom Könige dessen An-erkennung als Bischof von Köln zu verlangen. 4 ) Der Papstrechnete so bestimmt auf die Erfüllung dieser Forderung,dass er bereits am 15. Mai 1207 den Kölner Prioren die Be-freiung ihres Erzbischofs als ziemlich gesichert in Aussichtgestellt hat. 3 ) Und es fragte sich, ob Philipp um des liebenFriedens willen und um grössere Zugeständnisse zu erreichen,hierin nicht nachgeben würde. Da galt es für Adolf aufdem Posten zu sein und den Staufer bei jeder Gelegenheitan die ihm geleisteten Dienste und sein verpfändetes, könig-liches Wort zu erinnern. Wirklich bewog diesen tue Rück-sicht auf den Kölner und seinen mächtigen Anhang, der sich
!) Inu. epist. X, 19.
2 ) Reg. de lieg. imp. no. 141. lieber die Zeit der Absenduug s.Wiukelmann I, 414. 2.
3 ) Chron. Ursp.: „Junguntur itaque regi apud Spiram." vgl. Winkel-tnann I, 420. 3.
4 ) Inu. epist. lib. X, 62. Reg. de neg. imp. no. 146.ä ) Inn. epist. X, 62.