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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Trotzdem so der ganze Feldzug eigentlich gescheitertwar, verschluss man sich in Köln durchaus nicht der Ein-sicht, dass die Entscheidung zwar aufgeschoben, aber keines-wegs aufgehoben sei, und dass über kurz oder lang dasSchicksal der Stadt sich doch entscheiden müsse. Gernnahmen daher die Bürger das Anerbieten einiger Cisterzienser-Abte, den Frieden zu vermitteln, an, und sandten sie mitihren Vorschlägen in das Feldlager Philipps bei Bonn. Ander Hartnäckigkeit Ottos, der unter keiner Bedingung aufdie Krone verzichten wollte, fand die Vermittehuiff ein nri-iiberwindlich.es Hindernis; aber auch den Kölnern scheint dieForderung Philipps, ihre Mauern nach den vier Himmels-richtungen auf die Weite eines Steinwurfes niederzulegen, zuhart gewesen zu sein; sie hatten wahrscheinlich gehofft, dieSache mit Geld abmachen zu können. 1 )

Adolf hatte inzwischen die Feindseligkeiten gegen Kölnkeinen Augenblick eingestellt. Von den zahlreichen Burgender Umgegend, namentlich von Neuss und Peutz aus hielter mit seinen Verbündeten die Stadt fortwährend in Schachund schnitt ihr jede Zufuhr zu Wasser und zu Lande ab.Was man mit Waffengewalt nicht erreicht hatte, das sollteder Hunger bewirken; allmälig würde dieser die Bürgerschon mürbe und zur Unterwerfung bereit machen. Insbeson-dere mit der Besatzung von Peutz gab es unaufhörlich kleineScharmützel, und Pfeile wie Schimpf- und Spottreden flogenfortwährend herüber und hinüber. Pie Kölner waren aussersich. Sie fuhren wohl auf grossen, eigens dazu erbauten undmit Schutzwehren versehenen Schiften in die Mitte des Eheinshinaus, um die lästigen Quälgeister hinter ihren sicherenMauern mit Wurfgeschossen anzugreifen, oder sie landetenam jenseitigon Ufer und machten verheerende Einfälle indas bergische Gebiet, 2 ) aber das alles schaffte wenig Er-

J ) Ann. Col. Max. p. 821. Ann. Beiuh. p. 104. vgl. noch Winkel'mann I, 373. 1

») Ann. Col. Max. p. 820,