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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Ergeben auf Gnade und Ungnade. Nachdem er dann nocheinen drohenden Abfall des ßrabanter Herzogs durch klugesEinlenken glücklich abgewendet hatte, brach er auf und standam 29. September vor den Mauern Kölns. 1 ) Er fand dasLand in weitem Umkreise verwüstet und eine lange Belage-rung von vornherein unmöglich gemacht; trotzdem eröffneteer am folgenden Tage den Sturm von der Südseite her.Aber der gewaltige Mauerkranz, der seit dem Jahre 1200die Stadt umgab, 2 ) im Vereine mit der Tapferkeit der Bürgerspottete jeden Angriffes, und nach fünf Tagen vergeblichenSturmes erkannte Philipp die Unmöglichkeit, Köln mit Ge-walt zu nehmen. 3 ) Da überdies der Mangel an Lebensmittelnsich bereits fühlbar zu machen anfing, hob er kurz entschlossendie Belagerung auf und verliess die unwirtliche Gegend.An Köln vorbei rheinabwärts ziehend belagerte er die starkeBheinfeste Neuss, zwang sie nach zwei Tagen vielleicht am12. October 4 ) zur Uebergabe, liess sich für ihre Treue Geiselnstellen und gab sie durch eine hineingelegte Besatzung ge-sichert dem Erzbischof Adolf, um ihn wenigstens in etwasüber seine Absetzung zu trösten. Mit diesem eigentlicheinzigen und weit hinter seinen Erwartungen zurückgebliebenenErfolge musste sich der König vor der Hand genügen lassenund kehrte nach Verwüstung des offenen Landes in derzweiten Hälfte des Octobers heimwärts.

J ) Den Zug Philipps uaoh dem Niederrhein und die Vorgänge imLager bei Bonn erzählt in ausführlicher Weise als alleinige Quelle Chron.reg. Col. zu 1205.

«) Ann. S. Gereonis zu 1200.

s ) Ann. Gol. Max. p. 821. Brauusehw. ßeimchr. p. 535. Ann. Stad.p. 354. Eein. Leod. p 659. Darnach geben Abel, König Philipp S. 187u. Wiukelmann I, 371 eine ausfuhrliche Darstellung der Vorgänge vorKöln; Ergänzungen und Berichtigungen dazu bietet die Chron. reg. Col.Nach ihr hat sich Philipp persönlich an den Kämpfen nicht beteiligt,und wurde der Ausfall Ottos durch ein Vorgehen der Herzöge vonOestreich und Baiern veranlasst.

*) S. Winkelmann I, 371. 2.