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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
Entstehung
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Bonns, ihn am 15. September zum schleunigsten Rückzugehinter die schützenden Mauern Kölns nötigte. 1 ) Die Ent-scheidungsstunde schien gekommen. Wie die Dinge lagen,hing von dem Falle oder dem Widerstände der Stadt allesab. Vor ihren Mauern musste sich der letzte Kampf ab-spielen, tiel sie, so war es auch mit dem Königtum Ottos zuEnde: in der Kölner Hand war das Schicksal Deutschlandsgegeben.

Philipp hatte die Rüstungen gegen Köln sehr ernst be-trieben, musste doch auch ihm daran gelegen sein, den Trotzder stolzen Bürgerschaft zu brechen und so seinem Gegnerden letzten Rückhalt im Westen des Reiches zu entziehen.Mit einem gewaltigen Heere, zu dem die meisten FürstenZuzug geleistet hatten, überschritt er zwischen dem 8. und17. September die Mosel 2 ) und schlug nördlich von Bonn inder Richtung nach Köln hin sein Lager auf, dessen Zelte fastzwei Meilen weit den Boden bedeckten. Jetzt gab selbstGraf Heinrich III. von Sain die Sache seines Onkels Brunoverloren und bot dem Könige bedingungsweise seine Unter-werfung an; sie wurde nicht angenommen, Philipp forderte

J ) Ghron. reg. Gol. zu 1205.

2 ) Die Zeit des Moselübergauges wird sich auf den Tag kaum be-stimmen lassen; dass Philipp nach dem Feste Maria Geburt (8. Sep-tember) die Mosel überschritten habe,- berichten Ann. Col. p. 820. DieChron. reg. Gol. scheint einen Widerspruch in sich zu enthalten, wennsie einmal erzählt, der Erwählte Bruno habe die Nachricht, dass Philippvor Bonn stehe, bereits am 15. September erhalten, während sie denUebergang über die Mosel erst um das Fest des hl. Lambert (17. Sept.)netzt; aber mau muss erwägen, dass das Heranziehen eines so gewalti-gen Heeres, wie Philipp es damals mit sich führte, nicht geheim bleibenkonnte, und es wunderbar wäre, wenn Bruno davon nicht eher Nach-richt erhalten hätte, als bis der Feind unmittelbar vor seiner Hauptstadtsich lagerte; das Gerücht hat die Kunde sicherlich viel früher zu ihmgetragen, natürlich mit Uebertreibuugeu, und diesen allein ist es zuzu-schreiben, dass die Gefahr grösser dargestellt wurde, als sie in Wirk-lichkeit war. Der Moselübergaug Philipps kann demnach sehr wohl am,ja sogar nach dem 15. September stattgefunden haben. Auch Reiner p. 659berichtet ihn zum 17. September.

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