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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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strafen drang Otto am 15. Juni mit dem Stiftsverweser Hein-rich von Limburg und dessen Söhnen in das Gebiet vonHochstaden ein, legte sieh vor die Stammburg des Grafenund zwang die Besatzung zur Uebergabe und Stellung vonGeiseln. Die am 25. Juli erfolgende Wahl Brunos steigertedie Wut Adolfs aufs höchste. Mit den Grafen von Jülichund Hochstaden machte er zu Petri Kettenfeier (1. August)einen Einfall in das Limburgische und hauste dort fürchter-lich; die Burg Herzogenrath wurde bis auf die Grundmauernniedergebrannt und dabei eine uralte Linde im Burghofe,die mit ihrem weitverzweigten Geäst zu einer Art von Boll-werk benutzt worden war, unbarmherzig vernichtet. 1 ) Immerunerträglicher wurde das Elend, welches über die unglück-liche ISrzdiözese hereinbrach. Besonders arg trieb es der etwazwanzigjährige Domprobst Engelbert. Wie einRäuberhaupt-mann'' zog er mit einem Haufen seiner Anhänger im Lande um-her, brandschatzte die Höfe des Kapitels nncl nahm alles für sichund seine Genossen in Beschlag, so dass die Domherren oft,am notwendigsten Mangel litten und die Einkünfte der KölnerKirche so geschmälert wurden, dass sie zum Unterhalte desneugewählten Erzbischofs nicht ausreichten und der Papstdiesem gestatten musste, seine bisherigen Pfründen weiter zugemessen. 2 )

Die Kölner feierten inzwischen nicht. Um den 8. Sep-tember zog ihr Erwählter Bruno mit 600 Rittern undzahlreichem Pussvolk nach dem Ahrthale und verheertezum zweiten Mal das ganze Hochstadische Gebiet; dannrückte er vor die Burg Hart und von dort hinunter insJülicher Land, wo auf gleiche Weise gehaust und die Be-wohner gebrandschatzt wurden. Eben wollte er auch demGrafen von Geldern seine Hand fühlen lassen, als die Nach-richt, König Philipp habe mit einem gewaltigen Heere dieMosel überschritten und stehe bereits an den Grenzmarken

\) Ann. Col. Max. p. 820; chron. reg. Ool. zn 1205.ä } Iunoc. epist. üb, 8, 174. vgl. Picker, Engelb, p. 48.