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Kambray gerichtet; fliese Hess nun Philipp die ganze Schwereseines königlichen Zornes fühlen. Zwar ersterein konnte erwenig anhaben, weil derselbe bereits alles verloren hatte, abergegen letzteren hetzte er die unzufriedenen Bürger Kambrays aufdurch Bestätigung der Bechte und Freiheiten, welche ihneneinst von Otto zu Gunsten ihres Bischofs abgesprochen wordenwaren; 1 ) auch Hess er seine Güter durch einen übergetretenenGeistlichen Sibod einziehen und die Vasallen des Bistumsfür sich in Eid und Pflicht nehmen. 2 )
Wohl nur kurze Zeit weilte Adolf am königlichen Hofe,dann brach er nach Norden auf, wo inzwischen von seinenAnhängern der Kampf gegen Köln eröffnet worden war. Umden Bürgern jede Zufuhr abzuschneiden und ihren Handellahm zu legen, hatte Philipp den Rhein an den kaiserlichenZollstätten zu Boppard und Kaiserawerth sperren lassen undGraf Adolf von Berg in die der Stadt gegenüberliegendeBurg Deutz eine starke Besatzung geworfen. 3 ) Auch weiterim Süden des Stifts begannen jetzt die Feindseligkeiten. Hiervertrieb Lothar von Hochstaden seinen weifisch gesinntenVetter, den Grafen Gerhard von Ahr aus Stadt und BurgAhr und bemächtigte sich dieses wichtigen Platzes, welchener bis dahin gemeinsam mit seinem Verwandten von derKölner Kirche zu Lehen getragen hatte.*) Ihn dafür
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*) Durch Urkunde vom 26. Sept. 1201. Ficker, reg. imp. no. 219.
a ) Ficker, reg. imp. no. 112. Keg. de ueg. imp. uo. 124.
9 ) Ann. Col. Max. p. 820. Der Graf konute sich leicht der Burgbemächtigen, weil die Vogtei von Deutz im erblichen Besitze seines Hauses war.
4 ) Chron. reg. Ool. zu 1205. In dem früher bekannten Bruchstückederselben, den sogenannten Annales Coloniensis Minimi M. G. 17, 851ist zufällig diese Stelle ausgelassen. Dass Gerhard wegen seiner Weifen^freundlichkeit aus Ahr vertrieben wurde ergiebt sich daraus, dass KönigOtto unmittelbar darauf seinen Zug gegen Hochstaden richtete, offenbarum den Grafen Lothar zu züchtigen; im anderen Falle würde auch Erz-bischof Adolf als Lehnsherr die Vertreibung des Ahrers nicht zugelassenhaben. Bestätigend tritt hinzu, dass derselbe seit dem ParteiwechselAdolfs aus dessen Urkunden vollständig verschwindet, und auch in denenPhilipps suchen wir ihn vergeblich.
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