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und begab sich zu seinem Vetter Adolf; 1 ) er spielt in demTrauerspiele der wirreil Parteikämpfe, die jetzt über dasErzbistum hereinbrachen, eine Hauptrolle.
Sein Beispiel fand wenig Nachahmung. Der DomdechantKonrad nebst dem grössten Teile des Domkapitels, der Abtv. Deutz und fast der gesamte Regulär- und Säkular-Kleruswollte von Adolf nichts wissen und erkannte in dem neu-gewählten Bruno ihr rechtmässiges, kirchliches und weltlichesOberhaupt an. 2 ) Draussen im Bistum galt sein Ansehennicht so unbedingt. Dort hielt der gesamte Regular-Klerus,die Klöster der Benediktiner, Augustiner und Cisterzienserzu Adolf und auch vom Säkular-Klerus blieb mancher seinemalten Erzbischofe treu; 3 ) doch war die Geistlichkeit imgrossen und ganzen für Bruno.
Anders stand es mit den weltlichen Grossen der Kirchen-provinz. Trotz des Vertrages von 1202 hielten die meistengeschlossen zu Adolf und betrachteten es gewissermassen alseinen Eingriff in die Reichsrechte, dass Innocenz mit demBischof zugleich den Herzog abgesetzt habe. Auch kränktees die niederrheinischen Grafen und Herren, die Stiftsvasallenund die Ministerialen des h. Petrus tief, dass man bei derNeuwahl so wenig Rücksicht auf sie genommen, ihnen nichteinmal, wie es doch Brauch war, den Wahltag angezeigt,geschweige denn die herkömmliche Mitwirkung bei der Wahlgestattet habe. Nur der Graf von Sain als Schirmvogt derDiözese und der Herzog von Limburg als Verwalter derTemporalien während der Vakanz des erzbischöflichen Stuhles
i) Ann. Col. p. 820. Chron. reg. Ool. zu 1205. dial. ol. et I. p.403 -405.
s ) Ennen und Eckertz, Quellen II, 31. Mit Adolf waren beiPhilipps Krönung in Aachen noch die Pröpste Gerhard v Xanten, Theo-dorich v. Kaiserswerth und Theodorich v St. Kunibert anwesend. Fick.reg. imp. no. 90. 91. Doch erscheinen in Adolfs Urkunde vom 16. Jan.1205 ausgestellt zu Andernach (Ennen u Eck. II, 17) ausserdem Dom-propst Engelbert und die Pröpste Theodorich von St. Gereon und Theo-dorich v. St. Andreas.
3) Dial. cler. et laic. p. 406. 407.
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