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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Reiche zum Trotz die Sache ihres Königs mit Waffengewaltdurchzufechten. Die Ergebenheit gegen den römischen Stuhl,namentlich aber die Rücksicht auf England, das die Aufrecht-erhaltung der grossen Handelsprivilegien von ihrem Festhaltenan Otto abhängig gemacht hatte, 1 ) drängte die letzten Bedenkenzurück.

Innocenz war ausser sich, als ihm die Briefe des Königsund der Kölner bestätigten, was er längst geahnt und ge-fürchtet. Auch nicht einen Moment täuschte er sich über diePolgen, welche aus dem verhängnisvollen Schritte Adolfs fürOtto, die Kirche und das Reich sich ergeben mussten; erselbst fühlte sich im höchsten Grade beleidigt und conipro-mittiert; schien er doch in der Reichsfrage ganz dem Urteiledes Kölners gefolgt zu sein, und jetzt hatte dieser, ohne aufseine Bitten und Ermahnungen, seine Drohungen und seinFlehen zu hören, Otto verlassen. Liess er den Verrat undden Meineid des Erzbischofs ungestraft, dann war seine päpst-liche Autorität für immer dahin, dem Laster des UngehorsamsThür und Thor geöffnet. In der ersten Erbitterung wollte erihn sofort absetzen, nachdem sein Zorn verflogen, schlug erauf den Rat der Kardinäle ein mehr reguläres Verfahren ein.Am 13. März 1205 erging an den Erzbischof von Mainz, denBischof von Kambray und den Scholaster von St. Gereon inKöln der gemessene Befehl, den Abtrünnigen zu bannen,seine Exkommunikation an den einzelnen Sonn- und Feier-tagen unter dem Verlöschen der Kerzen und dem Läutender Glocken in allen Kirchen der Erzdiöcese verkünden zulassen, Suffragane wie Vasallen vom Eide der Treue gegenihn zu entbinden und ihn schliesslich nach Rom vorzuladenund ihn abzusetzen, wenn er nicht binnen vier Wochen sichauf den Weg mache. 2 ) Den Prioren und dem Kölner Klerusim allgemeinen sprach Innocenz von demselben Tage seineFreude aus über ihre Anhänglichkeit an Otto und wünschte

') Enuen u. Eckertz, Quellen II, 16.s ) Eeg. de ueg. imp. no. 116.