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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Altena noch seinen Neffen Adolf von Mark und seine beidenVettern Adolf von Berg und den Kölner Dompropst Engel-bert. 1 ) Nochmals Hess sich hier der Staufer, um das Wahl-recht seiner neuen Unterthanen anzuerkennen, zum Königewählen, dann wurde er mit seiner Gemahlin Maria am Festeder hl. drei Könige vom rechten Bischöfe am rechten Ortegekrönt und auf den Stuhl Kaiser Karls erhoben. 2 ) Jetzt erst,als er nicht mehr zurück konnte, erhielt Adolf die ausbedun-genen Belohnungen und wurde unter Zusicherung der könig-lichen Huld und Gnade mit Geschenken überhäuft entlassen. 8 )Damit schien der deutsche Thronstreit entschieden, derFall Ottos gewiss zu sein. Von allen, welche ihn einst er-hoben hatten, schmählich im Stiche gelassen beruhte jetzt seineeinzige Hoffnung auf dem Papste und den Kölnern. In bitterenKlagen über des Erzbischofs Treulosigkeit schüttete er vorInnocenz sein bedrängtes Herz aus. Er möge sich erinnern,wie ihn einst Adolf, aus Poitou, wo er mächtig und reichgenug gewesen sei, nach Deutschland gerufen, unter Zu-stimmung der niederrheinischen Fürsten und dem Zuruf desVolkes zum Könige gewählt und in Aachen nach alther-gebrachter Sitte die Krone ihm aufgesetzt habe, jetzt werde erum schnöden Geldeslohnes von jenem verlassen und verraten.' 1 )In ähnlicher Weise klagte Geistlichkeit und Bürgerschaftvon Köln dem Papste ihr Leid. Wohl mochte Adolf ver-sucht haben, sie auf seine Seite zu ziehen, aber vergebens.")Durch den vor zwei Jahren geschlossenen Vertrag aller Ver-pflichtungen gegen ihn entbunden, sagten sie sich jetzt de-finitiv von ihm los und unternahmen es, dem ganzen übrigen

i) Zeugen iu Ficker, reg. imp. uo. 90. 91. 93.

*) Ann. Col. p. 819; Chron. reg. Ool. zu 1204; Arn. Lub. VIT, 1;Reiner p. 658; überhaupt wird das Ereignis in fast allen zeitgenössischenQuellen erwähnt.

3 ) Chron. reg. zu 12C4. Die einschlägigen Urkunden Lac. II, 7-Or. Guelf III, (533. Ü34 sind vom 12. Jan. 1205 datiert.

4 ) Chron reg. Col. zu 1204.3 ) Reg. de neg. imp. no. 117,

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