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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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ihr diesen König nicht vergessen, der in Rücksicht seinesKönigtums gleichsam euer Sohn ist. Ihr habt ihn gepflanzt,erweisst euch nun als sorgsame Gärtner, ziehet eure Handnicht vorzeitig vom Pfluge, sondern harret aus bis ans Ende,damit nicht andere ernten, was ihr gesäet habt und dieKrone euch nicht verloren gehe". 1 ) Nicht minder aber warendie reichen Handelsherren in Aufregung; mussten sie dochbefürchten, dass ihr vorteilhafter Handel mit England fürimmer dahin sei. Erst am 11. April 1204 hatte ihnen KönigJohann unter Lobsprüchen für ihre politische Haltung einneues Handelsprivileg erteilt, 2 ) und nun spielte ihnen Adolfeinen solchen Streich: kurz die Erbitterung war allgemein,ebenso allgemein aber auch das Bemühen, den Erzbischofvon seinem verderblichen Vorhaben abzubringen. Die Kölnerhaben zu diesem Zwecke alles aufgeboten; sie erinnerten ihnan den Vertrag von 1202 und den Zorn des Papstes, derihn unfehlbar treffen müsse, wenn er nicht bei Zeiten um-kehre, alles umsonst. Adolf hatte die Sache zu reiflich er-wogen, als dass schon der erste Widerstand seinen Entschlusswankend machen sollte. Da wandten sich die Stände mitbittern Klagen nach Rom. 8 ) Spätestens in der Mitte desSeptember gingen ihre Boten dorthin ab, 4 ) um den PapstA r on der verhängnisvollen Wendung der Dinge am Nieder-rhein zu unterrichten.

Innocenz übersah keinen Augenblick die Gefahr, welchesich über dem Haupte seines Schützlings zusammenzog.Hatte er auch stets den Erzbischof für einen wankelmütigen,nur auf seinen eigenen Vorteil bedachten Menschen ge-halten 5 ) und nach den Vorgängen des Jahres 1202 seinenbaldigen Abfall befürchtet, 6 ) jetzt, wo derselbe wirklich ein-

a ) Ennen u. Eckertz, Quellen II, 15.

2 ) Ebendaselbst II, 16.

3 ) Arn. chron. Slav. VII, 1.*) s. Seite 61. 4.

5 ) Innoc. epist. lib. 10, 19.

8 ; Reg. de neg. imp. no. 80. 100.