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käplan Bruno von Bensheim, während sich Philipp des GrafenWilhelm von Jülich als Mittelsperson bedient zu haben scheint. 1 )Ein wahrer Sturm der Entrüstung brach unter denKölnern los, als der eigenmächtige Schritt ihres Erzbischofsbekannt wurde; besonders verargte es ihm die eifrig weifischeG-eistlichkeit gar sehr, dass er den Befehlen und Ermahnungendes Papstes Hohn gesprochen und dadurch der ganzen Diözesedas grösste Aergerniss gegeben hatte. "War es doch vonAlters her der grösste Kuhm der Kölner Kirche gewesen,wenn irgend möglich, treu zu Rom und zum Papste zuhalten. „Das heilige Köln durch Gottes Gnade der römischenKirche getreue Tochter", diese Umschrift ihres alten Stadt-siegels hatten die Kölner zu allen Zeiten, besonders aber inder letztverflossenen durch ihre Haltung zur Wahrheit ge-macht. Noch im Dezember 1203 hatte Innocenz die stand-hafte Treue der Bürger gelobt, sie gebeten, auch ferner beiOtto auszuharren und allen Verkehr mit den gebanntenMainzern zu meiden. 2 ) Im Frühling des nächsten Jahreswarnte er sie, wohl schon im Hinblick auf die immer mehrwankende Treue Adolfs, vor den Umtrieben aller derer, diean ihrem Könige ein Aergernis nähmen und forderte sieauf, ihn mit Wort und That zu unterstützen. „Wie eineMutter ihres Kindes nicht vergessen kann, so könnet auch
J ) Die Erzählung von Wilhelm vou Jülich kann in d c r Fassung,wie sie Aruold VII, 1 giebt, unmöglich wahr sein. Adolfs Uebertrittwar durch die Umstände längst vorbereitet, sonst wäre er durch einenMann wie Wilhelm (seine Charakteristik bei Oaes. Heist. dial. mir 12,5 u. Chron. reg. Col. zu 1205) nicht herbeigeführt worden Richtig wirdsein, dass der Jülicher der Unterhändler Philipps war. Adolfs Bevoll-mächtigten lernen wir aus reg. de neg. imp. no. 123 kennen Ich glaubenicht irre zu gehen mit meiner Annahme, dass der dort erwähnte BrunoAdolfi aepi clericus identisch ist mit jenem Bruno von Bensheim, welcherseit dem Jahre 1201 in fast allen Urkuuden des Erzbischofs unter denSlerikern, aber ohne besondere Titulatur vorkommt; er muss in persön-licher Beziehung zum Erzbischofe gestanden haben, ist vielleicht seinBeichtvater gewesen oder sein Hofkaplan in uuserm Sinne des Wortes.
2) Ennen u. Eckertz, Quellen II, 13,