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Otto frohlockte und jubelte. So fest, schrieb er unmittel-bar darauf nach Rom, habe er jetzt den Erzbischof an sichgefesselt, dass derselbe, selbst wenn er es wolle, ihn nichtmehr verlassen könne. 1 ) Adolf seinerseits täuschte sich keinenÄugenblick über die Bedeutung und die Folgen des ihm auf-gedrungenen Vergleiches; aber statt seine Aufsetzigkeit zubrechen, machte die erlittene Demütigung ihn nur nochtrotziger; er war entschlossen, bei der ersten, günstigen Ge-legenheit zum Staufer sich zu schlagen, mochte daraus ent-stehen, was da wolle. Vergeblich suchte ihn der Papst aufandere Gedanken zu bringen. Mit ernsten und eindringlichenWorten rief er ihm ins Gedächtnis zurück, wie er es gewesensei, der Otto erhoben, ihm den Treueid geleistet und für ihndes Tages Hitze und Last getragen habe, mahnte ihn an denGehorsam gegen den apostolischen Stuhl und die Pflichtengegen die Kölner Kirche, erinnerte ihn daran, dass er vonOtto alles, von Philipp dagegen nichts zu erwarten habe undversicherte ihn schliesslich seiner besonderen Gunst undGnade, wenn er wieder treu und fest zum alten Königehalte. 2 )
Bei der erbitterten Stimmung des Erzbischofs war allesin den Wind gesprochen. Derselbe hörte überhaupt nichtmehr auf Vernunftgründe; die einzige Triebfeder seiner Hand-lungen war der Gedanke, Rache zu nehmen für die schmäh-liche Behandlung, die man ihm hatte angedeihen lassen; erwollte dem Weifen zeigen, dass er ihn doch nicht so fest inder Hand halte, wie es scheine, aber er war klug genug,
September zu setzen sein, wie die Herausgeber wollen, sondern frühestensin den Oktober, da der Zwist erst nach der Rückkehr aus Maastrichtausbrach u. geschlichtet wurde.
') Reg. de neg. imp. no. 81 ohne Datum, von Inuocenz beantwortetam 13. Januar 1203, mithin im Spätherbst, etwa im November 1202 ge-schrieben. Da Otto seinen Erfolg selbstverständlich sofort dem Papstegemeldet haben wird, so muss auch hiernach der Zwist mit Adolf in denOktober oder November fallen.
2 ) Reg. de neg. imp. no. 80.
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