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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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dunkle und sich mannigfach kreuzende Gerüchte drangenzu ihm, aus denen er nichts Bestimmtes entnehmen konnte,die aber immer deutlicher über das Steigen der MachtPhilipps und den Niedergang Ottos berichteten. Schliesslichkonnte er die qualvolle Ungewissheit nicht länger er-tragen; im November befahl er dem Erzbischof von Köln,endlich einmal seine Lässigkeit und Schläfrigkeit abzu-schütteln und über den Stand der Dinge im Reiche unddas Verhältnis der beiden Könige zu einander so schnell alsmöglich ihm Auskunft zu erteilen. 1 ) Im übrigen enthielt dasSchreiben des Papstes zwar zwischen den Zeilen versteckt,doch für den Adressaten sehr verständlich eine solch unum-wundene Erklärung zu Gunsten Ottos, dass Adolf sich be-wogen fühlte, seinen Uebertritt zum Staufer vorläufig nichtzu vollziehen und dies umsomehr, weil inzwischen die Ver-hältnisse in Deutschland sich völlig geändert hatten.

Zunächst war am 13. Januar 1200 2 ) Philipps treuer undmächtiger Bundesgenosse, sein Bruder Otto v. Burgund, ge-storben; dann ging ihm durch den Tod Alberts v. Lüttichdieses grosse und mächtige Bistum verloren, 3 ) und auchHermann von Münster hielt es, nachdem er seine Pläne aufWirzburg durch den Papst vereitelt sah, 4 ) für das beste,sich wieder dem Weifen anzuschliessen, Anfang Januar 1200war er mit Erzbischof Adolf in Dortmund zusammengetroffen,unmittelbar darauf zählt er zu den unbedingten AnhängernOttos. 5 )

Als um dieselbe Zeit Konrad von Mainz mit seinenVermittelungsvorschlägen hervortrat, fand er gerade in der

*) Eeg. de neg. imp. no. 16 bloss mit . . . Novembris. Dass dieserBrief ins Jahr 1199 gehört, darüber Winkelmann I, p. 164, 2. Abel p. 345.

2 ) S. Hist. Zeitschr. 33, 147; Anzeiger für Schweiz. Gesch. 1874,no. 4. Forsch, z. deutch. Gesch. 15, 600.

3 ) Eein. Leod. p. 655.

4 Innoc. III. ep. üb. II, 216.

5 ) Wilmaus, Westf. Ukdb. III, no. 1. In Eeg. de neg. imp. no. 20vom April 1200 wird er bereits unter den weifischen Mitgliedern desFürsteDgerichts genannt.