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Doch konnten ihm diese kleinen Vorteile wenig nützen.Seine Lage blieb nach wie vor eine verzweifelte, und derKölner Annalist übertreibt nicht, Wenn er ihn zu Ende 1199aller irdischen Hilfe und jedes menschlichen Trostes beraubtnennt. 1 ) Selbst Erzbischof Adolf, der doch allen Grund hatte,unverbrüchlich zu ihm zu halten, gab ihn verloren und schicktesich bereits an, das lecke Schiff zu verlassen, um zu retten,was noch zu retten war. Alle Voraussetzungen, unter denener Ottos Wahl betrieben, hatten sich als hinfällig erwiesen.Zweimal war seine Diözese auf das furchtbarste verheertworden, und wer bürgte ihm dafür, dass dies nicht Jahr fürJahr geschah. Statt der grossen, materiellen Vorteile, dieer sich von der Wahl des Weifen versprochen, hatte er dessenSache nur Opfer auf Opfer gebracht. 2 ) Nach dem TodeRichards stockten plötzlich auch die Geldzahlungen aus Eng-land, denn König Johann war nicht gewillt, in die Fusstapfenseines Bruders zu treten und durch Unterstützung Ottos dieInteressen auch des eigenen Landes zu fördern. Im Frieden zuGoleton, den er im Mai 1200 mit Philipp August von Frank-reich schloss, ging er ohne Umstände die Verpflichtung ein,seinem Neffen jede Hilfe sei es durch Mannschaft oder Geldzu entziehen. 3 ) Ausserdem erwuchsen grosse, indirekte Nach-teile dem Erzbischofe aus dem Tode Richards. Die umfassen-den Handelsprivilegien, wie sie Köln bisher in England ge-nossen hatte gemäss jener Urkunde Richards vom Februar1194, wurden von Johann einfach nicht anerkannt und Ab-gaben und Zölle wieder im alten Umfange eingeführt. 4 ) Da-zu kam schliesslich, dass der Fall Ottos alle Verleihungen undZugeständnisse wertlos zu machen drohte, die Adolf bei seinerKrönung ihm abgepresst hatte. Diese wenigstens hoffte er
J ) Ann. Ool. Max. p. 808.
2 ) Reg. de neg. imp. no. 55.
3 ) Rog. de Hov. IV, p. 148.
4 ) Erst durch Urkunde vom 24. Juli 1213 erhalten die Kölnerihre frühere Steuerfreiheit. Ennen u. Eckertz, Quellen II, 41.