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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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Der unmittelbar darauf (15. August) erfolgende Ueber-tritt Hermanns von Thüringen 1 ) bestimmte Philipp, denFeind wieder im eigenen Lande aufzusuchen. Als er jetztim Rücken und in der Planke gedeckt Ende August gegenden Niederrhein aufbrach, fand er die Mosellinie unbesetzt,und widerstandslos rückte er bis Zülpich vor, von wo ausseine Scharen die ganze Gegend bis Köln hin vorwüsteten.Otto hatte sich in die Stadt eingeschlossen und nach Aachen,das er besonders gefährdet glaubte, eine starke Besatzunggeworfen; dem Staufer in oifener Feldschlacht entgegenzu-treten wagte er nicht. Erst auf die Nachricht, dass derselbevor den heranrückenden Truppen des Brabanter Herzogszurückweiche, verliess er die schützenden Wälle, setzte ihmnach und nahm glücklich einige Proviantwagen weg. 2 )

vom 13. Mai (reg. 26) Zeugen sind; aber ist es nicht ebenso leichtmöglich, dass damals die Fehden noch gar nicht begonnen hatten? DieseMutmassung gewinnt an Wahrscheinlichkeit, wenn mau bedenkt, dassLupoid in der nächsten Zeit gar nicht, Werner erst wieder in einerUrkunde vom 14. September 1199 bei Philipp erscheint (es bleibt alsogenug Zeit zu einer grosseu und heftigen Fehde übrig), sodann dassweder der kriegslustige Bischof, noch der mächtige Eeichsministerialdem Könige bei der Belagerung von Sirassburg Zuzug leisteten; siesind wenigstens nicht Zeugen in der ante Argeutinam ausgestellten Ur-kunde Pbilipps (reg. imp. no. 29), was doch sicher der Fall sein würde,wenn sie anwesend gewesen wären. Die beste Erklärung für ihre Ab-wesenheit giebt eben der zwischen ihnen ausgebrochene Streit Über-zeugend ist also die Ansicht Winkelmanns keineswegs, zumal die Ann.Col. Max. 808 ausdrücklich berichten, Otto sei deswegen von Boppardwieder umgekehrt, weil mehrere Fürsten und Edle dieser Gegend, dieihn herbeigerufen und Hilfe gelobt hätten, nicht erschienen wären. Wasist da natürlicher, als an die unmittelbar vorher genannten Grossen zudenken, die mit staufisehen Anhängern in erbittertem Kampfe lagen? VonLandgraf Hermann giebt es Winkelmann selbst unbedenklich zu.

*) Chron. Samp. p. 46. Ann. Eeinh. p. 88.

2 ) Ann. Col. Max. p. 808. Rein. 655. Ann. Marb. 169. Braunschw.Beimchr. p. 525. Böhmer, reg. imp. p. 6 u. Abel, König Philipp p. 97wollen in dem Gulfeu der Beimchr. Gulpen zwischen Maastricht undAachen erkennen, gewiss aber hat Ficker, reg. imp. uo. 30a Recht, dersich für Zülpich entscheidet, weil von Gulpen aus nicht gut alles Landbis Köln hätte verwüstet werden können.

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