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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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dem der Besitz von Bernstein kurz vorher als Lohn für sjeinenUebertritt bestätigt Avorden war. 1 ) Sodann versprach derKönig niemals Münzprägungen nach Form und Gehalt derKölner Münze anderen zu gestatten. Der allerdings naheliegenden Möglichkeit, dass Otto seine neue Stellung zurRückforderung der an das Erzbistum gekommenen Teiledes Herzogtums Sachsen gebrauchen würde, beugte AdolfA T or, indem er ihn zwang, in seinem und seiner BrüderNamen für immer darauf zu verzichten. Schliesslich willigteder Weife in die Abschaffung des von Kaiser Friedrich miss-bräuchlich eingeführten Spolienrechtes. 2 )

So war die Spaltung im Reiche fertig. Was Adolf langevergeblich erstrebt hatte, nach Aieler Not und Anstrengungwar es glücklieh erreicht. Aber er wie seine Genossenfühlten wohl, dass das neue Königtum auf schwachen Füssenstehe und einer kräftigen Stütze dringend bedürfe. Einesolche glaubten sie in Papst Innocenz III. zu finden. Baldnach der Krönung Ottos gingen ihre Boten nach Rom.InErwägung des harten Druckes", schrieben sie an den Papst,den die Kirche Avie die Fürsten von den letzten Kaisernerlitten, hätten sie nach einem neuen Oberhaupte sich umge-sehen, und nachdem sie zu verschiedenen Malen über eineder Ehre der Kirche und dem Frieden der Unterthanenförderliche Wahl sich beraten hätten, habe der Gott, der sicheinst den jungen David erlesen und den Mathias durch dasLos zum Apostelamt berufen, ganz unerwartet aus der Fremdeihnen ihren erlauchten Herrn Otto zugeführt. Die frommeAnhänglichkeit an die Kirche, durch die sich seine Vorfahrenausgezeichnet, habe auch er bereits gezeigt und zugleich dieErstlinge seiner Würde Gott dargebracht, indem er aus freienStücken alle Rechte und Besitzungen der Kirche zu schützengeschworen und namentlich jenen abscheulichen Missbrauchdes Spolienrechtes sofort abgeschaift habe. Auch der Papst

i) Ann. Col. Max. p. 807.«) Lac. I, p. 392.