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1 (1886) Adolf als Reichsfürst
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bischof Johann von Trier hatte noch auf dem zweiten Ander-nacher Tage mitgeholfen zur Wahl Ottos, 1 ) in Aachen Hesser sich nicht mehr blicken trotz des verpfändeten KölnerKirchenschatzes, und kurz darauf (8. September) ist er beidem Staufer in Mainz. 2 ) Am merkwürdigsten aber ist, dassselbst Vasallen der Kölner Kirche mit offenem Abfall vonAdolf drohten. Graf Gottfried von Arnsberg war nahe daran,die Sache seines Lehnsherrn zu verlassen, nur mit äussersterNot gelang es, den Zwist beizulegen. 3 )

Umsomehr musste der neue König darauf bedacht sein,seine Anhänger durch reiche Vergabungen noch fester an sichzu fesseln. Am besten fuhr dabei selbstverständlich ErzbischofAdolf. Otto durfte ja seinemgetreuesten Fürsten" keinenWunsch abschlagen, und dieser forderte nicht zu wenig. Essind weitreichende Zugeständnisse, die ihm zu Aachen ver-brieft wurden. Zunächst restituierte der König der KölnerKirche das Gut Salfeld und empfing dafür die Abteien Her-ford und Vreden zurück, indem er den deshalb zwischen 'Kaiser Friedrich und Erzbischof Philipp abgeschlossenen Ver-trag Avieder aufhob. Die Höfe in Andernach und Eckenhagennebst ihren Attinentien hatte einst derselbe Kaiser dem Erz-bischof Rainald überlassen. Im Laufe der Zeit abhanden ge-kommen wurden sie jetzt wiederum nebst der Vogtei Klottenzurückgegeben. Ferner hob Otto den neuen und ungerechtenZoll zu Kaiserswerth auf; wie ehedem sollten die Bürger vonKöln, Soest und der anderen erzbischöflichen Städte daselbstzollfrei sein, und nirgend und von keinem seiner Nachfolgersollten höhere Zollsätze von ihnen gefordert werden, als diezur Zeit zu Recht bestehenden. Das Zollhaus in Kaiserswerth,den Kölnern von jeher ein Dorn im Auge, sowie die BurgBernstein in der Nähe von Aachen, durch welche das kölnischeGebiet bedroht schien, wurde mit königlicher Bewilligungdem Erdboden gleich gemacht, ohne Rücksicht auf Walram,

i) Gesta Trevir. M. G. 24, 390.

2 ) Aun. Marb. 169 ; Chron. Samp. ed. Stube] p. 46.

3) Seibertz, Westf. Ukdb. II, no. 113.

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