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möge nun in Anerkennung dieser Verdienste die getroffeneWahl bestätigen und den König baldmöglichst zur Kaiser-krönung nach Rom berufen, gleichzeitig aber die noch wider-strebenden Fürsten und Barone durch kirchliche Consurenzur Anerkennung desselben nötigen; dass ihr König alles, waser der römischen Kirche versprochen, auch unverletzlich haltenwerde, dafür wollten sie die Bürgschaft schon übernehmen." 1 )
Diesem gemeinsamen Schreiben der Fürsten fügte Erz-bischof Adolf noch ein besonderes bei. Seinem Inhalte nachmit dem vorigen im wesentlichen übereinstimmend, enthältes nur am Schluss eine wichtige Abweichung. Dort verbürgtsich nämlich Adolf dafür, dass Otto das Patrimonium derrömischen Kirche zustellen und erhalten werde. 2 ) Wahr-scheinlich war er vom Könige dazu ermächtigt und hofftedurch dieses Zugeständnis, welches Innocenz von Philippniemals erlangt haben würde, die sofortige Erklärung desselbenfür Otto zu erlangen; aber er täuschte sich. Obwohl derPapst von Anfang an auf Seiten des Weifen stand und nurim äussersten Notfalle den Staufer anerkennen würde, 3 ) sohütete er sich bei seiner bedächtigen Politik wohl, eher fürihn offen Partei zu ergreifen, als bis er des Sieges gewiss war.
Damit war aber auch das Schicksal Deutschlands ent-schieden. Vielleicht hätte ein augenblickliches, energischesEintreten des Kirchenoberhauptes für den einen oder denandern der beiden Könige das Reich gerettet vor der trau-rigen Zerrüttung der nächsten Jahre; wie die Dinge jetztlagen, war der Bürgerkrieg unvermeidlich.
!) Keg. de neg. imp. no. 10. vgl. Abel, König Philipp p. 87.
2 ) Eeg. de neg. imp. no. 9.
3 ) Dafür sprechen alle Briefe des Papstes, die er in dieser An-gelegenheit schrieb, ausdrücklich sagt er es in dem Schreiben an Ottovom IG. Dezember 1203: „praeter opinionem plurium et multorum con-silia suscepimus ab initio causam tuam, de cujus promotione omnespene peuitus desperabant, et studuimus efficaciter promovere. vgl. Arn.Lub. VI, 1. VII, 4. Ohron. ürsp. M. G. 23 p. 365. 366,